U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-27, Trial Transkript, S. 19066-19084
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-27, Trial Transkript, S. 19066-19084
ReferenceDMP.000-Mauthausen-10.19066
Content descriptionSeite: 19066-19084, Boleslaw Sokolowski, Zeuge der Anklage, sagt u.a. aus: Er sei von Lodz ins KLM gebracht worden, dort sechs Wochen gewesen und dann gegen Ende Juli 1943 nach Steyr überstellt worden, wo er bis zur Befreiung inhaftiert blieb. Zunächst habe er in einem Kommando gearbeitet, das Stollen und Gräben in einen Berg gegraben habe. Nachdem er krank geworden sei, habe er einige Wochen im Häftlingsrevier verbracht und sei - nachdem Ende 1944 ein Transport mit etwa 110 jüdischen Häftlingen angekommen sei - vom Lagerältesten zum Blockältesten dieser Häftlinge eingesetzt worden. (Er nennt einige Namen der in seinem Block untergebrachten Häftlinge: Gluck, Oberlander, Feder, Schnee). Auch erklärt er, die medizinische Versorgung von Häftlingen sei von Häftlingsärzten ausgeführt und durch den Sanitätsdienstgrad Kauffeld überwacht worden. Es habe nur diesen einen jüdischen Transport gegeben, so Sokolowski; drei Häftlinge davon seinen gestorben (Oberlander, Weinberg, Gans). In diesem Zusammenhang wird Sokolowski zu deren Todesursachen befragt (Oberlander sei zwei Tage nach einer kalten Dusche gestorben, Gans sei trotz einer Erkrankung zur Arbeit geschickt worden und eines Tages offenbar ermordet im Waschraum aufgefunden worden). Er bestätigt, dass Kauffeld Gluck und Ginsberg mit 25 Schlägen bestraft habe, weil ein Häftlinge zur Begrüßung nicht seine Mütze abgenommen habe. (Antrag der Verteidigung auf Aufnahme einer Erklärung Kauffelds) Kauffeld, so Sokolowski, habe sich brutal und schlecht den Häftlingen gegenüber verhalten; diese hätten ihn gefürchtet. Im Rahmen des Kreuzverhörs gibt Sokolowski u.a. weiters an: Kauffeld sei bei Untersuchungen von kranken Häftlingen immer anwesend gewesen.
Persons keyword Wilhelm Kauffeld, Boleslaw Sokolowski, Gluck, Oberlander, Feder, Schnee
SubjectArbeitseinsatz, Häftlingsrevier, Häftlingsarzt, Sanitäter, Mord, Misshandlung
LevelItem