U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-1, Trial Transkript, S. 4151-4171
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-1, Trial Transkript, S. 4151-4171
ReferenceDMP.000-50-5-1.4151
Content descriptionSeite: 4151-4171, Der polnische Jude Wolf kam im August 1944 nach Linz und blieb bis zur Befreiung dort. Er erkennt den Angeklagten Otto Leibauer, der in Linz Blockführer war. Leibauer schlug einen polnischen, jüdischen Häftling namens Krueger so heftig, dass dieser im Revier verstarb. Den Angeklagten Hans Bergerhoff kennt Wolf ebenfalls. Dieser war zuerst Kommandoführer und später Blockführer. Bergerhoff habe auch ihn selbst verprügelt mit der Faust, anderen aber mit einem Kabel (eventuell Gummi gemeint?, Anm.). Wolf kennt auch den Angeklagten Spielhofer, dieser war Kommandoführer und schlug einen russischen Häftling, der später daran starb. Wolf kennt auch den Angeklagten Friederich Felsch, der ebenfalls Kommandoführer war in Linz. Wolf war in seinem Arbeitskommando, wo es um elektrische Installationen ging, dort schlug Felsch den Häftling Wladek Smutny, einen Polen, mit einer automatischen Waffe, dieser starb. Wolf erkennt auch Richard Dudzinski, der Aufseher war mit einer rot-weiß-roten Armbinde und auch er schlug Häftlinge. Der von Dudzinski geschlagene Häftlinge kam in ein Strafkompanie, das sogenannte Koks-Kommando. Der Angeklagte Otto Zink war Blockführer und schlug Häftlinge nach dem Abendappell. Karl Schoepperle war bei der Exekution von drei Russen in Linz anwesend, er gab den Befehl. Außerdem gab Schoepperle den Befehl zur Massenvernichtung von Häftlingen,110 bis 112 hätten getötet werden sollen, rund sechzig starben. Das waren allesamt jüdische Häftlinge aus dem Revier, die fünf Tage lang kein Essen bekamen. Wolf erwähnt noch einen Zahnarzt namens Strahl. Kurz vor der Befreiung kam der Befehl zur Evakuierung, dabei hat Bergerhoff kranke und nicht gehfähige Häftlinge geschlagen. Die Evakuierung ging bis Steirek, am 5. Mai.
Persons keyword Otto Julius Eduard Leibauer, Hans Bergerhoff, Joseph (Josef) Spielhofer, Friedrich Felsch, Richard Dudzinski, Otto Zink, Karl Schöpperle, Samuel Wolf, Krueger, Wladek Smutny, Strahl
SubjectStrafkommando, Häftlingsrevier, Misshandlung, Massentötung
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