U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-5, Trial Transkript, S. 6620-6643
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-5, Trial Transkript, S. 6620-6643
ReferenceDMP.000-50-5-5.6620
Content descriptionSeite: 6620-6643, Wilhelm Werner ist Witwer, beruflich ist er Gärtner. Er war seit Mai 1933 NSDAP-Mitglied. Er wurde im Oktober 1939 nach Mauthausen eingezogen. Er war Unterscharführer in der allg. SS und später in der Waffen-SS Sturmscharführer. Im Jänner 1943 kam er nach Oberilzmühle, wo es gute Nahrungsmittelversorgung und keinen Stacheldraht gab. Er gibt zu, einige Häftlinge geohrfeigt zu haben wegen Diebstählen. Er gibt zu, dass er nach der Fluch von drei Häftlingen den Befehl gegeben habe, dass er diese Häftlinge nicht mehr lebend sehen möchte. Der Wachmann Matthias meldete ihm dann, das alle drei Häftlinge tot sind. Darauf hin musste er sofot einen Bericht nach Mauthausen machen. Schmidt gab dann ihm gegenüber zu, einen Häftling getötet zu haben, die anderen beiden tötete ein Wehrmachtssoldat namens Steiner oder Steinike. Die Leichen wurden dann auf Booten ins Lager gebracht. Werner sagt, er habe öfters geheime Anordnungen aus dem Hauptlager bekommen. Unter anderem, dass im Falle von Fluchtversuchen strikt vorzugehen sei. Den Häftlingsarzt Biermann habe er in Notwehr erschossen, weil er Frau Drube nicht Ruhe gelassen hat. Biermann war mit Werner aus Mauthausen gekommen. Da er fürchtete, Biermann könnte flüchten, ließ er ihn von Matthias beschatten. Später kam es zur Auseinandersetzung und Werner schoss Biermann. Danach machte er einen Bericht an Mauthausen, doch er wurde persönlich in die politische Abteilung nach Mauthausen beordert und von Sturmführer Schulz befragt. Seine beeidete Aussage sei dann nach Wien zum SS-Polizeigericht gegangen. Dass der Häftling Farder ihn beobachtet hätte, kann nicht sein, denn alle Türen seien geschlossen gewesen. Er beschreibt detailliert seine Räumlichkeiten. Ende April 1944 hätte er die Häftlinge nach Mauthausen bringen sollen, doch das ging nicht weil der Zug nicht funktionierte und Direktor Fischer keinen Wagen hatte. Schmidt habe für die Erschießung des Häftlings keine Zigaretten bekommen, das sei nie üblich gewesen. Schmidt sein nach Oberilmühle auf Erholung gekommen, sagt Werner. Werner war in Mauthausen in der 3. Wachkompanie. Der Ministerialdirektor versorgte das Lager in Oberilzmühle mit Nahrungsmitteln, zusätzlich zu denen aus Mauthausen.
Persons keyword Wilhelm (Willi) Werner, Bruno Schmidt, Matthias, Steiner, Steinike, Biermann, Farder, Drube, Fischer
LevelItem