U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51129-51151
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51129-51151
ReferenceDMP.000-50-5-6.51129
Content descriptionSeite: 51129-51151, Ernst Loercher ist Zeuge der Anklage, er ist 40 Jahre alt, lebt in München und arbeitet als Staatsbeamter. Er war in Ebensee von 6.2.1944 bis 8.5.1945, einige Zeit davon krank im Revier. Er kennt Kramer und Geiger, auch Meier erkennt er, jedoch ohne dessen Namen zu wissen. Geiger war Chef im Revier und ließ einen Polen erschießen, der sich offenbar selbst einen Finger abgeschnitten hatte, um ins Revier zu kommen. Geiger drohte, dass er jeden, der das auch versucht, zu Jesus schicken wird. Im April 1944 wurde das alte Revier durch ein neues ersetzt, es gab einen Schneesturm, dennoch leiß Geiger eine Desinfektion der Häftlinge durchführen - mit kaltem Wasser - danach mussten sie ins neue Revier gehen. Einige Häftlinge starben an diesem Tag. Die Schwerkranken ließ Geiger von Ebenesee nach Mauthausen bringen. Er beschreibt die Zustände im Revier. Dr. Jobst folgte Geiger als lagerarzt in Ebensee, dieser hatte offenbar seinen Dienst nicht gut erfüllt.Loercher wurde operiert, von einem franz. Häftlingsarzt. Geiger hat vermutlich im Mai 1944 das Lager verlassen. Riemer wurde nach den Schießerein in der Nacht sofort am nächsten Tag unter Arrest abgeführt. Loercher erklärt, dass ab 1944 die Todesrate Tag für Tag anstieg, Mitte 1944 ging das Krematorium in Betrieb. Er beschreibt die Tunnel in Ebensee. Er wird zur Versorgung und den Baufirmen befragt. Loercher selbst hatte ein Phlegmon, wie auch viele andere, viele starben daran.
Persons keywordDr. Geiger, Dr. Jobst, Ernst Loercher
SubjectHäftlingsrevier, Lagerarzt, Krankheit, Konflikt, Versetzung, Häftlingsarzt
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