U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51630-51646
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51630-51646
SignaturDMP.000-50-5-6.51630
InhaltsbeschreibungSeite: 51630-51646, Marian Dobrzynski ist Zeuge der Verteidigung, 44 Jahre alt, in Dachau in Haft und Geschäftsmann, er ist polnischer Jude und war Häftling in Melk bis 4.4.1945. Während des Transports von Melk nach Ebensee flohen 23 Häftlinge. Auf dem Bahnhof Ebensee wurden vom Transportführer 23 andere Häftlinge ausgewählt und vermutlich erschossen, Dobrzynski sah sie jedenfalls nie wieder. Er hat nicht gesehen, dass die Häftlinge erschossen wurde, wie es der Zeuge Goldstein ausgesagt hat. Nach der Befreiung in Ebensee erschlugen sich die Kapos gegenseitig oder wurden erschlagen. Dobrzynski kam aus dem Ghetto Lodz. Er kam im Jännern 1943 nach Birkenau, 1945 kam er nach Melk. Er schildert die Verhältnisse auf dem Transport nach Ebensee, die Enge in den Waggons, die vielen Toten während des Transports. Es gab Brot und Fleisch, von dem er krank wurde, Wasser gab es nicht. Während in Ebensee die Häftlinge zum Lager marschierten blieben die 23 ausgesuchten Männer zurück und waren von SS-Männern umgeben, es müssen rund 15 gewesen sein. Die Häftlinge begannen zu klagen und zu betteln. Es war im Lager bekannt, dass diese Häftlinge erschossen wurden, auch wenn er es nicht selbst gesehen hat. Er selbst war als einer von den 23 vorgesehen, doch er konnte gerade noch verschwinden.
PersonenschlagwortMarian Dobrzynski
SchlagwortHäftlingstransport, Lagerbefreiung, Vergeltungsmaßnahme
LevelEinzelstück