U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51770-51778
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 51770-51778
ReferenceDMP.000-50-5-6.51770
Content descriptionSeite: 51770-51778, Karl Kahr ist Zeuge der Verteidigung, er ist selbst in Dachau in Haft, er ist Arzt (Physician), 32 Jahre alt und stammt aus Bad Wildungen. Kahr ist Fahrer in Dachau, ein Prozess wartet nicht auf ihn. Er halt dem US-Mann Berman bei der Vorbereitung es Nordhausen-Falles, da er dort selbst Arzt war. Er wird dort als Zeuge fungieren, nicht als Angeklagter. Er ist Arzt seit Frühling 1940, abgeschlossen hat er in Graz. Seit 1938 tut er Dienst als Arzt - dies sei in Österreich üblich, um seinen Dr.-Grad zu erhalten, erklärt er. Im Sommer 1940 wurde er zur Waffen-SS eingezogen, dann hatte er drei Monate Infanterie-Ausbildung, danach war er bei mehreren Einheiten als Truppenarzt tätig - Deutschland, Frankreich, Russland (bis 1943 in einem Feldspital). Dann wurde er verwundet und kam als Lagerarzt nach Dachau ab Frühling 1943, im Jänner 1944 kam er als Lagerarzt nach Nordhausen. Zu Weihnachten 1944 kam er wieder zu einer Feldeinheit und geriet dann in Gefangenschaft. Der Verteidiger fragt ihn dann, ob er die im Prozess angegebenen Todesraten für Ebensee für realistisch hälft - er soll als Experte aussagen. Der Verteidiger schildert ihm die Voraussetzungen in Ebensee und Kahr beginnt auszuführen, wovon die Todesrate abhängt, etwa vom Frühlingsbeginn, es seien wohl Transporte von Mauthausen nach Ebensee gekommen. Mauthausen sei bekannt gewesen für ständige Seuchen, außerdem sei die medizinische Betreuung dort schlecht gewesen. Kahr betont, dass er Österreicher sei und deshalb wisse, wie dort die klimatischen Bedingungen sind.
Persons keywordKarl Kahr
SubjectLagerarzt, Lebensbedingungen, Truppenarzt
LevelItem