U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Trial Transkript, S. 49143-49156
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Trial Transkript, S. 49143-49156
SignaturDMP.000-50-5-8.49143
InhaltsbeschreibungSeite: 49143-49156, Befragung des Zeugen der Anklage Ernst Steinicke (Österreicher, SS-Wachmann in der Schreibstube des KZ Steyr). Heeß war sein Lagerkommandant, dieser verbrachte seine Zeit entweder im Lager oder bei den Arbeitskommandos. Steinicke arbeitete Bürokraft in der Fabrik und war einer von drei Schreibern dort, die sich abwechselten. Es habe nur einen Fall von unnatürlichem Tod gegeben. Dieser betraf einen Fluchtversuch von 11 Häftlingen. Drei davon seien bei Eisenerz gefasst und mißhandelt worden. Später hätten diese drei Häftlinge Selbstmord begangen, von Heeß wurde ihnen keine Alternative gelassen. Der Lagerkommandant gab außerdem dem Unterscharführer und Arbeitseinsatzführer Kurt Otto den Befehl, dass diese drei Häftlinge es nicht zu warm haben sollten, denn sonst bekämen sie vielleicht wieder Courage und wollten doch weiterleben.Im April 1945 kam ein Evakuierungstransport aus der Region Wien, dabei gab es einen Fluchtversuch. Schutzhaftlagerführer war damals der Sturmscharführer Yurzcek und er schlug den geflohenen und wieder eingefangenen Häftling gemeinsam mit Heeß. Auerswald war zu dieser Zeit nicht mehr in Steyr. Der Verteidiger bringt Steinicke mit Schwarzmarktaktivitäten in Zusammenhang. Steinicke war Unterscharführer. Der Ankläger weist auf das Mauthausener Totenbuch hin und will die Nationalitäten der drei eingefangenen Flüchtigen herausfinden.
PersonenschlagwortErnst Steinicke, Dr. Felix Bunsel, Heess, Kurt Otto, Yurzcek, Auerswald, Kauffeld
SchlagwortLagerverwaltung, Flucht, Suizid, Häftlingstransport, Unnatürliche Todesfälle
LevelEinzelstück