U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Eidesstattliche Erklärung Josef Kanciala, S. 49673-49678
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Eidesstattliche Erklärung Josef Kanciala, S. 49673-49678
SignaturDMP.000-50-5-8.49673
InhaltsbeschreibungSeite: 49673-49678, Aussage von Josef Kanciala in Salzburg. Er hatte die KZ-Nummer 11314, war in Auschwitz, Mauthausen, Steyr, Gusen. Er erkennt auf Fotos Karl Kolbe, der Wachmann gewesen sei. Er habe in der Fabrik Steyr-Münichholz Häftlinge aus Russland, Polen, Tschechien geschlagen, ohne Begründung. Er schlug mit Hand und Fuß, beim Ein- und Ausstieg aus dem Zug. Freyholdt habe täglich Häftlinge verprügelt, auch ihn etwa zehn Mal. Gearbeitet hat Kanciala in der Fabrik, wo er Löcher in Auto-Zylinderköpfe gebohrt hat. Freyholdt habe auch anderen Wachen angewiesen, Häftlinge zu schlagen. Schiller war Kommandoführer in der Fabrik. Kanciala selbst war normaler Arbeiter und von der Gestapo inhaftiert, weil er Informationen über andere Polen zurückhielt. Schiller habe die Häftlinge täglich geschlagen, mit Hand, Fäusten und Stöcken. Die Fabrikanten gaben Schiller und anderen Kommandoführern Zigaretten, Butter damit sie die Häftlinge zu härterer Arbeit antrieben. Er selbst sei von Schiller mindestens 50 Mal geschlagen worden.
PersonenschlagwortKarl Kolbe, Freyholdt, Schiller, Josef Kanciala, Franz Kramsky
SchlagwortSteyr-Werke, Arbeitseinsatz, Misshandlung, Belohnung
LevelEinzelstück