U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Eidesstattliche Erklärung Moises Fernandez, 5.10.1948, S. 51331-51332
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Eidesstattliche Erklärung Moises Fernandez, 5.10.1948, S. 51331-51332
ReferenceDMP.000-50-5-8.51331
Content descriptionSeite: 51331-51332, Moises Fernandez wurde 1912 in Bilbao geboren und ging 1939 nach Frankreich wo er in der franzözischen Armee gegen die Deutschen kämpfte. Im Juli 1940 fiel er in Deutsche Hände und wurde am 13. Dezember 1940 nach Mauthausen überstellt und von dort ins Außenlager Steyr. Im August 1943 übernahm dort Heeß das Kommando. Als er übernahm sagte er den Häftlingen und den SS-Männern in einer Ansprache, dass er sich für Verbesserungen einsetzen wird. Heeß sorgte für mehr Nahrung, bessere Unterkünfte, Küche, Waschmöglichkeiten, Toiletten, Kanalisation, etrc. Längere Entfernungen zu Arbeitskommandos wurden nur noch mit Zug oder Bus bewältigt. Er sorgte auch dafür, dass die Häftlinge während Luftangriffe Schutz hatten. Für gute Arbeit gab es Extraprämien. An unnatürlichen Todesfällen in Steyr trägt Heeß keine Schuld sondern die vielen kriminellen Häftlinge im Lager. Deshalb versuchte Heeß mehr ausländische Häftlinge in die Lagerverwaltung zu bekommen, um die Macht der deutschen Kriminellen zurückzudrängen. Damit hängt auch der Selbstmord von Grill, Endres und Aldo [gemeint ist Wollner] zusammen.Fernandez erzählt, dass er einmal ein Gummiband in der Fabrik aus einer Maschine geschnitten und nur Dank der Intervention von Heeß nicht nach KLM zurückgeschickt wurde. Ein GESTPO-Beamter hatte bereits zu ermitteln begonnen. Bestraft wurde er dafür aber nur von Kurt OTTO.
Persons keyword Otto Heeß, Kurt Otto, Moises Fernandez, Wilhelm Karl (Willi) Grill, Endres, Aldo [Wollner]
SubjectNahrungsmittel, Prämien, Suizid, Lebensbedingungen
LevelItem