U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21171-21180
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21171-21180
ReferenceDMP.000-50-5-10.21171
Content descriptionSeite: 21171-21180, Wilhelm Wirth, Zeuge der Verteidigung (und offenbar gerade selbst Inhaftierter), gibt u.a. an: Er habe zwischen 1940 und 1945 in Gusen I Dienst versehen - und zwar in der Bauabteilung; sie hätten dort Stein- und Holzgebäude sowie Wasserrrohranlagen. (Im September 1941 sei er zum Unterscharführer befördert worden.) In der Bauabteilung, erklärt Wirth, seien etwa drei- bis vierhundert Häftlinge beschäftigt gewesen. Stumpf, so Wirth, sei unter ihm gewesen; nie habe er gesehen, dass dieser Häftlinge geschlagen habe. Generell wisse er kaum etwas. Er habe, so Wirth, als Bauführer innerhalb und außerhalb des Lagers gearbeitet; untergebracht sei er in den Bauleitungsbaracken der SS gewesen, außerhalb des Schutzhaftlagers. Seine Befehle habe er von Untersturmführer Leinwather erhalten, dieser wiederum von der zentralen Bauabteilung und die nächste Instanz sei die Bauinspektion Reich Süd gewesen. Kommandant in Gusen sei Siedler gewesen. Wirth erklärt, er habe in Gusen I das Waschhaus für die SS gebaut; im Schutzhaftlager habe er beim Häftlingsbad nur Begradigungsarbeiten hierfür gemacht, da er krank wurde und sein Nachfolger weitermachte. (In diesem Zusammenhang erklärt Wirth kurz die Größe und Zusammensetzung des Häftlingsbades). Von Vergasungen von Häftlingen habe er nie etwas gehört; dass Vergasungen gegen Insekten durchgeführt wurden, so Wirth, sei zweimal gewesen - einmal im SS-Bereich und einmal in der "enclosure". Zu vielen Aspekten befragt meint Wirth, er wisse nichts.
Persons keyword Wilhelm Johann Wirth, Heinrich Stumpf, Leinwather
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