U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21214-21228
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21214-21228
ReferenceDMP.000-50-5-10.21214
Content descriptionSeite: 21214-21228, Heinz Shrader (sic!), Zeuge der Verteidigung (und offenbar gerade selbst Inhaftierter), gibt u.a. an: Er sei von 18. Februar 1940 bis 10. April 1945 in Gusen I stationiert gewesen. Dort habe er bis 1942 als Kompanieschreiber gearbeitet und dann bis zum Ende als Schreiber für das Wachbataillon. Pfaffenberger kenne er, dieser sei zuerst Nachtwache gewesen und später Stabführer der Wachkompanie. Obermeier sei verantwortlich gewesen für die Sicherheit des Lagers - und zwar im Zusammenhang mit den Wachen. Er sei, so Schrader am 7. September 1939 zur Waffen-SS gekommen. Ansonsten gibt Schrader beinahe immer an, nichts zu wissen. Einmal, habe er eine Erhängung eines Häftlings gesehen, wo alle Häftlinge und Wachen anwesend gewesen seien. Er erklärt, sein Rang sei ab April 1944 der eines Oberscharführers gewesen. Seine Arbeit als Bataillonschreiber sei v.a. die Personal-Überstellungen und die damit verbundenen Formulare gewesen; insgesamt seien sie zu sechst im Schreibbüro gewesen und auch verantwortlich für die Einteilung der Wachen. Jeden Tag hätten sie Listen bekommen mit den ausgehenden Kommandos und hierzu hätten sie die Wachen zugeteilt. (insgesamt, so Schrader, seien es vielleicht 50 Kommandos gewesen). Er wird weiters zu den Postenketten befragt, meint, es seinen vielleicht (in der großen?) 30 Wachen gewesen. Schrader gibt u.a. an: Die Unterkünfte der SS seien innerhalb der Postenkette gelegen, der Zaun um das Schutzhaftlager sei elektrifiziert gewesen.
Persons keywordHeinz Schrader, Christoph Pfaffenberger, Alois Obermeier
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