U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-13, Trial Transkript, S. 53624-53637
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-13, Trial Transkript, S. 53624-53637
SignaturDMP.000-50-5-13.53624
InhaltsbeschreibungSeite: 53624-53637, Die Urteile werden verkündet und alle außer Matheus Iskra werden für schuldig befunden. Alle Verurteilten haben die Möglichkeit, sich nochmals zu äußern, bevor die Strafen verhängt werden. Haider spricht als erster, er erklärt, wie er in die SS kam und dass er im KZ nur seine Pflicht getan habe. Hirsch erklärt, wie er aus Polen von der Gestapo nach Linz kam. Er habe nie etwas anderes getan, als auf die vier ungarischen Häftlinge zu achten, wie es ihm befohlen wurde. Kisch erklärt, dass er gezwungen wurde, in die SS einzutreten, das war 1942. Er kam nach Shitomir, war jedoch nicht fronttauglich und kam nach Hamburg Neuengamme. Von dort kam er nach Gusen I und Mauthausen, später Dipoldsau und wieder Mauthausen. Er habe geschlagen, aber nie gemordet. Fullgraf meldete sich 1940 zur Polizei in Magdeburg und wurde in die Waffen-SS beordert und wollte zur Sicherheitspolizei zurück, doch es gelang ihm nicht. Er kam nach Hamburg Neuengamme, danach kam er nach Oranienburg ins SS-WVHA und am 15.8. 1943 nach Mauthausen. Seine Versetzungsansuchen wurden vom Kommandanten abgewiesen. Steinmetz erklärt, dass er 1944 in die SS eingezogen wurde, er habe nie einem Häftling etwas getan. Stöckel erklärt, dass er krank sein und oft epileptische Anfälle habe. Seine Zeit in Mauthausen verbrachte er die meiste Zeit im Lazarett. Er wurde am 12.1.1944 in die SS eingezogen und nach Budapest geschickt. Von dort kam er nach Wien und dann nach Mauthausen. Uscharewitsch erklärt, dass er am 2.10.1942 in die Waffen-SS eingezogen wurde, er kam in die SS-Division Prinz Eugen und war in Dienst in Griechenland und Serbien. Mit 17 wurde er eingezogen. Schließlich werden die Strafen verkündet. Haider lebenslänglich, Hirsch 10 Jahre (ab 5.5.1945), Kisch Tod durch Erhängen, Fullgraf lebenslänglich, Steinmetz und Stöckel je 7 Jahre (ab 6.5.1945), Uscharewitsch 7 Jahre (ab7.5.1945).
Personenschlagwort Johann (Hans) Haider, Rudolf Hirsch, Josef Kisch, Herbert Fullgraf, Martin Steinmetz, Daniel Stoeckel, Stefan Uscharewitz
SchlagwortRekrutierung, Dienstort, Personendaten, Urteil, Strafausmaß
LevelEinzelstück