U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-14, Befragungsprotokoll Paul Ricken, 19.6.1947, S. 25353-25358
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-14, Befragungsprotokoll Paul Ricken, 19.6.1947, S. 25353-25358
SignaturDMP.000-50-5-14.25353
InhaltsbeschreibungSeite: 25353-25358, Ricken sagt aus, dass er 1935 zur allg. SS kam, zur Reiter-SS. In Mauthausen war er ab 1.9.1939. Er erklärt, dass er im Erkennungsdienst war und spricht von rund 40.000 Fotos, die er gemacht hat. Nach Leibnitz kam er im Febraur 1944, dort war zunächst Altfuldisch zuständig, er selbst nur etwa 14 Tage, dann kam schon Miroff, dessen Stellvertreter er wurde. Wieviele Tote es dort gab, weiß er nicht, er schätzt drei bis fünf. Er berichtet nochmals über den Evakuierungsmarsch und von den nicht marschfähigen Häfltingen. Die seien alle mitgekommen. Bei der Ankunft in Ebensee fehlten rund 50 Häftlinge, weil es einen Fluchtversuch gegeben hatte. Von rund 500 kamen also etwa 450 an. Er wird nach dem Häftling Anton Weinreich befragt, dieser habe immer Ärger gemacht, deshalb wollte er ihn von Leibnitz nach Mauthausen überstellen. Einige Erhängunge habe es wohl gegeben, doch die sind laut Ricken von Häftlingen an Häftlingen begangen worden.
Personenschlagwort Paul Heinrich Friedrich Wilhelm Ricken
LevelEinzelstück