U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 8134-8149
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-17, Trial Transkript, S. 8134-8149
ReferenceDMP.000-50-5-17.8134
Content descriptionSeite: 8134-8149, Söns ist verheiratet, hat zwei Kinder und kam im September 1940 zur Luftwaffe, am 1. September 1944 wurde er zur Waffen-SS versetzt und kam nach Floridsdorf und später Hinterbrühl-Mödling. In Floridsdorf war er Blockführer und auch in Hinterbrühl. Er war auch am Evakuierungsmarsch dabei. Er hat es verweigert, seine Aussage zu unterschreiben, weil er weder einer deutschen noch einer amerikanischen Behörde traut. Das liegt daran, dass er schlechte Erfahrungen mit der GESTAPO gemacht hatte. Der Kapo Theo hatte in Hinterbrühl versucht, zu flüchten und hatte auch Essen gestohlen. Er war einige Tage frei, in denen er drei Frauen vergewaltigte und mehrere Diebstähle beging. Da kam die Bevölkerung von Hinterbrühl und beschwerte sich. In der Nähe der Heinkel-Werke sah ihn Söns dann und schoss einen Warnschuss, dann lief er ihm nach, doch der hatte ein Fleischermesser und bedrohte ihn. Da schlug ihm Söns seine Pistole auf den Kopf. Gegen ihn sagten außerdem der Zeuge Emmert und dr. Krakowski, der polnische Arzt, aus. Söns war bei der DAF. Warum Barner und Kötzle gegen ihn aussagen sollten, weiß er nicht. Den Marsch beganngen 1700 bis 1750 Häftlinge, Söns zählte es sie weil er Dienst in der Wachstube hatte. Wieviele in Mauthausen fehlten, weiß er nicht, er sah Leichen ab dem vierten Tag des Marsches außerdem ein Begräbniskommando, das zwei bis drei Leichen eingrub. Von einem Befehl, kranke Häftlinge müssten getötet werden, weiß er nur vom Hörensagen. Dieser Befehl sei aus Mauthausen gekommen und von Rapportführer Bühner den Blockführern mitgeteilt worden. Im Detail erfuhr er davon erst von Blockführer Hilger. Ginters hat ihm erzählt, dass er einen Häftling erschossen habe, auch dass Ruber einen Häftling erschossen hat, hat Söns gehört - von Waldemar Barner, aber erst in Dachau. In der dritten Kolonne gingen Unterscharführer Wiese und Blockführer Unterscharführer Schäfe. Söns sagt, dass er im Vorfeld des Prozesses befragt wurde in Anwesenheit von zwei Häftlingen, danach wurde er freigelassen. Aufgrund von Anschuldigungen von Kötzle und Barner wurde ihm doch der Prozess gemacht.
Persons keywordJakob Söns, Bühner, Ginters, Ruber, Schäfe, Wiese, Theo, Dr. Krakowski, Barner, Kötzle, Emmert
SubjectLuftwaffe, Evakuierungsmärsche, Diebstahl, Dienstbefehl, Bevölkerung
LevelItem