U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Trial Transkript, S. 8236-8247
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Trial Transkript, S. 8236-8247
SignaturDMP.000-50-5-20.8236
InhaltsbeschreibungSeite: 8236-8247, Fritz Rehn gibt an, in der Zeit zwischen Mai 1940 und Mai 1943 im KLM und von 1943 bis 1945 in Passau inhaftiert gewesen zu sein. Von Zivilberuf Zimmermann habe er als Tischler arbeiten müssen. Von den Angeklagten erkennt er eindeutig Korsitzki; hisnichtlich einer Person ist er nicht sicher aber meint, Seidl zu erkennen. Rehn berichtet von einem Vorfall, bei dem am 20. April (sic!) 1942 während eines Appells ein Exekutionstrupp von fünf uniformierten Männern - darunter Korsitzki - 20 tschechische Häftlinge erschoss, die sich zuvor im Lagergefängnis befanden. Rehn schildert weiter, dass solche Exekutionen jeweils von Angehörigen der Kommandanturstelle ("staff of the commant`s office") durchgeführt worden und diese Mitglieder neben Korsitzki weiters Kofler, Schimpfesel und Weiss gewesen seien. Später, so gibt Rehn an, sei diese Exekutionsgruppe nicht mehr durch das Lager zu den Exekutionen gegangen, sondern hinter dem Munitionsdepot vorbei. Ein anderes Mal habe er beobachtet, wie Korsitzki eine Gruppe spanischer Häftlinge bestrafte, welche dieser beim Rauchen in einem Keller nahe des Häftlingkrankenbaus erwischt hatte. Er schlug ihnen mit dem Stiel einer Schaufel. Ein Häftling, der dem Schlag auswich, schlug Korsitzki so stark, dass dieser auf den Boden fiel, danach trat er ihm in die Seite. Wie Rehn angibt, waren die Häftlinge danach körperlich schwer mitgenommen, lebten aber noch.
PersonenschlagwortTheodor Korsitzki, Max Seidl, Kofler, Schimpfesel, Weiss, Fritz Rehn
SchlagwortExekution, Misshandlung, Lagergefängnis, Appellplatz
LevelEinzelstück