U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Trial Transkript, S. 8422-8429
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Trial Transkript, S. 8422-8429
SignaturDMP.000-50-5-20.8422
InhaltsbeschreibungSeite: 8422-8429, Die Verteidigung befragt Max Seidl; dieser gibt u.a. an, im KZ Mauthausen zunächst Kommandoführer im Lager, dann Blockführer und dann Leiter des Bunkers gewesen zu sein. Er bestätigt, dass kurz nach der Heydrich-Affaire eine Gruppe tschechischer weiblicher Häftlinge im KZ Mauthausen eingeliefert worden seien - mit der Vergasung dieser Frauen habe er allerdings nichts zu tun gehabt. Zwei oder drei Tage nach deren Ankunft, so Seidl, seien Bachmeyer, Altfuldisch und Streitweiser (sic!) gekommen und er - Seidl - habe die Frauen aus den Zellen gelassen. Bachmayer habe die Frauen übernommen und habe sie - begleitet von Streitwieser und Altfuldisch aus dem Bunker geführt während er im Bunker geblieben sei. Die Anschuldigungen (Erschießen eines Häftlings im Bunker, Teilnahme an Exekutionen, Ermordung v. Häftlingen durch Treiben in den elektrischen Zaun, Vergiftung v. Häftlingen im Bunker) weist Seidl von sich. Seidl gibt weiters an, er sei zwischen August 1940 und Februar 1943 im Bunker tätig gewesen. Ab Ende 1941 sei der Bunker außerhalb der Umzäunung und es seien keine Gefangenen dort gewesen. Nach der Errichtung der Lagermauer habe sich der Bunker innerhalb des Lagers befunden; 1942 sei er s Leiter des Bunkers geworden. Die Anklage begfragt Seidl zunächst zu seinem höchten Rang während seiner Zeit in Mauthausen: Sturmscharführer. Danach gibt Seidl in Bezug auf die Gruppe tschechischer Frauen an: Sie seien insgesamt etwa 75 bis 80 Personen und vor ihrer Vergasung drei Tage im Bunker untergebracht gewesen. Er habe sie alle gesehen und bei der Übergabe gezählt; den Grund für ihre Ermordung ist ihm nicht bekannt. Auf die Frage, ob er Professor oder Doktor Bodlacher kenne, verneint er. Er führt an, dass im Rahmen der Vergasungsaktion der tschechischen Frauen vor Bachmayer im Bunker außerdem Standartenführer Ziereis, Krebsbach und Wasicki (sic!) anwesend gewesen seien. (Fortsetzung siehe Folgeeintrag)
PersonenschlagwortMax Seidl, Bachmayer, Altfuldisch, Anton (Toni) Streitwieser, Wassitzky, Bodlacher
SchlagwortLagergefängnis, Vergasung
LevelEinzelstück