U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Schreiben wg. Straferlass (Nachtrag) f. Albert Zeitraeg, S. 8787-8792
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-20, Schreiben wg. Straferlass (Nachtrag) f. Albert Zeitraeg, S. 8787-8792
SignaturDMP.000-50-5-20.8787X
InhaltsbeschreibungSeite: 8787-8792, Schreiben des Rechtsanwaltes K. Voelkl vom Dezember 1958, in welchem er nach Einsichtnahme in die Sitzungsverfahrensschrift des Verfahrens gegen Albert Zeitraeg mehrere Ergänzungen bringt, in welchen er die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zu widerlegen versucht. Dabei gibt er U.A. an: Zeitraeg sei während seines Einsatzes im KZ Mauthausen SS-Rottenführer gewesen, am 20.4. 1942 sei er zum SS-Unterscharführer befördert worden; im März 1945 im Felde zum Oberscharführer. Die Einweisung in die Strafkompanie, so eine Anmerkung, habe nur mittels bestätigter Strafverfügung vom Reichssicherheitshauptamt oder vom Inspekteur der KZ's in Berlin vorgenommen werden können. Der Kommandant hätte nicht die Macht gehabt, Gefangene ohne Strafverfügung in die Strafkompanie einzuweisen oder zu entlassen. Die Strafverfügung sei entweder bei der Einlieferung des Gefangenen mit den Akten mitgekommen, oder infolge eines Vergehens im Lager beantragt und nach Genehmigung von Berlin ausgeführt worden. Zeitraeg habe dies genau gewusst, weil er die schriftlichen Anträge bearbeitet und die Kartei in der Schutzhaftlagerschreibstube geführt habe. Scholz, so die Argumentation, sei als Leiter des Arbeitseinsatzes niemals berechtigt gewesen, ohne Genehmigung des Schutzhaftlagerführers Bachmayer oder des Kommandanten, die für die Strafkompanie persönlich verantwortlich waren, einen Häftling aus der Strafkompanie zu nehmen. Zeitrage, so ein weiterer Einwand, sei niemals Führer in der Strafkompanie gewesen, außer zu der Zeit, die er im Zeugenstuhl selbst angegeben habe - nämlich ein Tag im Mai 1941, als er vertretungsweise den Kommandoführer der Strafkompanie ablösen musste, da dieser ins Lazarett musste und kein anderer Kommandoführer zur Stelle war. Zeitraeg sei von Oktober 1940 bis Ende März 1942 Schreiber in der Schutzhaftlagerkanzlei gewesen und Anfang April bis Ende Dezmber Kommandoführer des Hühner - und Schweinestalles gewesen. (Fortsetzung siehe Folgeeintrag)
PersonenschlagwortAlbert Zeitraeg, Scholz
SchlagwortBeförderung, Strafkommando, Stall
LevelEinzelstück