U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Schreiben der Bundespolizeidirektion Linz, S. 9111-9112
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Schreiben der Bundespolizeidirektion Linz, S. 9111-9112
ReferenceDMP.000-50-5-21.9111
Content descriptionSeite: 9111-9112, Opresnigg behauptet, in Florezn studiert zu haben, ein Semester Medizin. Danach wolle er beim österreichischen Heer gewesen sein und 1938 wegen Spionageverdachts ins KZ gekommen sein. 1944 wurde er aus dem KZ entlassen und er erhielt die Bewillligung, sein Medizinstudium in Berlin fortzusetzen. Nach dessen Absolvierung sollte er als SS-Arzt Dienst versehen. Er ist aber auch Bibelforscher und weigerte sich, militärischen Dienst zu versehen, arbeitete deshalb als Unterarzt an der Front. Danach lief er zu den Russen über und war dort als Arzt tätig. Er sei sogar Leiter einer chirurgischen Abteilung gewesen und besitzt eine diesbezügliche Bestätigung. In Linz war er noch nicht als Arzt tätig, des besteht aber der Verdacht, dass er illegale Abtreibungen durchführt. Studium kann er nicht nachweisen. Im KZ war er Hilfe der Prosektur bei der Leichenöffnung. Die Polizeidirektion Klagenfurt berichtet, dass Opresnigg eine Lehre als Feinmechaniker bei Michael Paulovics absolviert habe von 1939 bis 1931. Bei einer Befragung zu seinen medizinischen Kenntnissen gab er völlig falsche Antworten und dürfte seine Anatomiekenntnisse aus dem KZ haben und nie studiert haben.
Persons keywordViktor Opresnigg, Michael Paulovics
SubjectFalschaussage, Pathologie
LevelItem