U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Bewährungsantrag von Otto Kleingünther, S. 9175-9195
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Bewährungsantrag von Otto Kleingünther, S. 9175-9195
ReferenceDMP.000-50-5-21.9175
Content descriptionSeite: 9175-9195, Kleingünther beantragt am 2. November 1954 Bewährung, der vorangegangene Antrag vom 8. März 1954 wurde offenbar abgelehnt. Als Arbeitsstelle wird die Zahnradfabrik Passau angegeben. Während der Woche wohnt er in Passau, am Wochenede darf er zu seiner Familie. Über die Gründe für die Einmischung der HIAG bei der Arbeitsplatzbeschaffung müsse er im Falle der Bewilligung genau informiert werden. Die Arbeit wurde von seiner Frau beschafft, die HIAG habe sich da nur angehängt, um sich eines Verdienstes um seine Entlassung rühmen zu können. Ein Betreuer und ein Bürge für Kleingünther sind ebenfalls gefunden. Kleingünther war nach seiner Zeit am Loibl von Juni 1944 bis Kriegsende beim SS-WVHA beschäftigt. Während seiner Zeit in Mauthausen verdiente er 250 RM (Kindergeld und Sold). Seine Frau ist sehr krank. 1945 flüchtete sie mit den Kindern aus Wien vor den Russen. In Lansberg war Kleingünther bei Fahrbereitschaft, Kartoffelküche und Alu-Werkstätte eingesetzt. Seine Führung wird als exzellent bezeichnet, habe viel Humor und sei ein ausgezeichneter Arbeiter. Es liegen außerdem zwei ärztliche Attests zur Gesundheit von Kleingünthers Frau bei, die besagen, dass ihre Gesundheit schwer angeschlagen sei. Kleingünther hingegen sei bei guter Gesundheit.
Persons keywordOtto Kleingünther
SubjectBewährung, Attest, Führungszeugnis, HIAG, SS-Sold
LevelItem