U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9507-9516
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Trial Transkript, S. 9507-9516
ReferenceDMP.000-50-5-21.9507
Content descriptionSeite: 9507-9516, Ernst Bente sagt für Kattner aus. Er war seit 1939 im KZ weil er unerlaubt eine Waffen getragen hatte und hatte einen grünen Winkel. Er kennt Kattner aus der Desinfektion, wo er im Arbeitseinsatz war von Frühling 1941 bis Oktober 1944, dann wurde er betrunken erwischt und aus dem Kommando entfernt. Kattner schlug die Häftlinge nur mit der flachen Hand, nicht mit der Faust, erklärt Bente. Weil er betrunken erwischt wurde musste er in die politische Abteilung und bekam 75 Schläge, nach den Schlägen wurde er von Arbeitseinsatzführer Trum weiter mißhandelt. Da kam Kattner und sagte, es reicht. Kattner hat nie einen Häftling wegen eines Vergehens gemeldet und selbst einige Male versucht, an die Front versetzt zu werden. In der Desinfektionsbaracke war auch der Raum, wo die Neuankömmlinge fotografiert wurden. Dabei waren Trum und Kofler anwesend und schlugen Häftlinge, Kattner konnte das nicht verstehen, sagt Bente. Einmal schickte Kattne Bente um seinen Stahlhelm, weil er an einer Exekution teilnehmen müsse, doch letztlich nahm er dann doch nicht daran teil und war froh darüber, berichtet Bente. Im Desinfektionskommando waren auch Wiesendorf und Monyencs. Wiesendorf wurde von Kattner einmal geschlagen weil er eine Pullover gestohlen hatte. Das Kommando bekam die Bettwäsche der Außenlager und die Kleidung der Neuankömmlinge und musste sie reinigen. Bente half beim Wäscheaufhängen und reinigte Kattners Zimmer.
Persons keywordJosef Kattner, Andreas Trum, Kofler, Ernst Bente, Monyencs, Wiesendorf
SubjectDesinfektionsraum, Trunkenheit, Fotoraum
LevelItem