U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Beeidete Aussage von Olf Brandt, S. 9919-9921
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-21, Beeidete Aussage von Olf Brandt, S. 9919-9921
ReferenceDMP.000-50-5-21.9919
Content descriptionSeite: 9919-9921, Brandt wurde am 4. November 1939 nach Flossenbürg eingezogen, zur NSDAP trat er im Mai 1939 bei. Am 1. März 1940 kam er nach KLM, wo er mit Ausnahme von drei Monaten (Nov. 42 bis Jan. 43 - Frankreich) auch blieb. Er war zuerst Wachposten, dann aber lange krank und danach musste er Urlaubsscheine und Pässe beim Eingang prüfen. Im Juni 1940 kam er dann in die Zahnstation. Dort verrichtete er die technischen Arbeiten und behandelte später auch Patienten. Sein Zivilberuf ist Dentist. vom Krematorium bekamen sie das Gold der Toten. Diese Zähne wurden ausgekocht und aufbewahrt. Die Zähne brachen Krematoriumsmitarbeiter den Toten aus dem Mund, die Aufsicht hatte dort Roth. Brandt hat nie einen Goldzahn einem Toten entnommen. In der Zahnstation halfen ihm zunächst zwei, später sechs bis sieben Häftlinge. Schreiber und später Häftlingsbehandler Mornstein, Schreiber Gustav Klausen, Techniker Zemandera, Techniker Drahosch, weiters Hoffmann, Seidel, Wasner und Klein. Die Zähne der Toten wurden abgewogen und in einem Buch vermerkt, ein Schein wurde ausgestellt der zur pol. Abteilung ging. Das Gold wurde jeden Monat vom Häftlingseigentumsverwalter abgeholt. Das Gold wurde bis dahin in einer Eisenkassette aufbewahrt und nächtens beim Standortarz in einen Panzerschrank gesperrt. Der Häftling Speer war ein Graveur und Juwelier. Der kam öfters auf die Zahnstation und machte dort Arbeiten für die "Herren".
Persons keywordOlf Brandt, Roth, Mornstein, Gustav Klausen [sic], Zemandera, Drahosch, Hoffmann, Seidel, Wasner [sic], Klein, Speer
LevelItem