U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10102-10117
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10102-10117
ReferenceDMP.000-50-5-22.10102
Content descriptionSeite: 10102-10117, Ernst Schmehling, Zeuge der Anklage, sagt u.a. folgendes aus: Er sei von 1943 bis zur Befreiung inhaftiert gewesen - zunächst im KZ Mauthausen, von Oktober 1943 bis 23. Dezember 1944 in Schlier, dann wieder in Mauthausen. Von den Angeklagten habe er Peter Bärens gekannt, der Ende 1944 Blockältester in Block 16 (offenbar ist hier 20 gemeint, denn in der Folge ist stets von Block 20 die Rede) und 17 gewesen sei. Bärens sei im Vergleich zu den anderen eine rohe und gewalttätige Person gewesen, erklärt Schmehling; täglich habe dieser Häftlinge geschlagen. Schmehling berichtet von einem Vorfall im Jänner 1945, als Bärens als Blockältester des Quarantäneblocks die Häftlinge trotz großer Kälte für eine oder zwei Stunden Schnee stampfen ließ. Er berichtet weiters von einem jugoslawischen Häftling, der sich beim Stubenältestend offenbar beschwerte, dass es im Block 17, wo Bärens Blockältester war, nicht zur Verteilung von Weihnachtsrationen kam. Daraufhin habe Bärens diesen Häfrling geschlagen und angekündigt, dass dieser erledigt werden solle. Am Folgetag habe er , so Schmehling, den Leichnam des betroffenen Häftlings gesehen. Im Zuge des Kreuzverhörs gibt Schmehling an, in Block 17 (dem Quarantäneblock) seinen etwa 500-600 Häftlinge gewesen. Er sei, so Schmehling auf Befragen, Kapo in Schlier gewesen und in der Folge am Ende in Marbach, wo er als Kapo im Massengrab-Kommando eingesetzt war. Nach Mauthausen sei er zurückversetzt worden, weil er versuchte, Briefe von Häftlingen über einen Bauer nach außen zu schmuggeln.
NotesSchmehling offenbar z.T. Kapo gewesen!
Persons keywordErnst Schmehling, Peter Bärens
SubjectMisshandlung, Mord, Quarantäneblock
LevelItem