U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10117-10134
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Trial Transkript, S. 10117-10134
ReferenceDMP.000-50-5-22.10117
Content descriptionSeite: 10117-10134, Richard Dietl, Zeuge der Anklage, sagt u.a. folgendes aus: Er sei zwischen 7. September 1944 und 13. mai 1945 im KZ Mauthausen inhaftiert gewesen und kenne den Angeklagten Peter Bärens als Blockältesten von Block 17. Dietl berichtet, dass im September 47 Häftlinge aus einer Krankananstalt in Aachan (Aachen?) gekommen seien; ein Häftling, der sich im Zusammenhang damit beschwert hatte, habe Bärens geschlagen, sodass der betroffene Häftling offenbar an den Folgen verstarb. Generell habe Bärens ständig Häftlinge geschlagen, gibt Dietl an. Einmal habe er einen italienischen Häftling, der Brot gestohlen hatte, so geschlagen und getreten, dass diesem sieben Rippen gebrochen waren und er im Revier verstarb. Ein anderes Mal habe er gesehen, so Dietl, dass Bärens drei russische Häftlinge im Waschraum schwer geschlagen habe und diese in der Folge die ganze Nacht dort stehen mussten. Im Rahmen des Kreuzverhörs gibt Dietl u.a. an: In Block 17 seinen während seiner Inhaftierungszeit etwa 1100 Häftlinge gewesen; die Zahl sei relativ inkonstant gewesen, da viele Häftlinge zu Exekutionen rausgeholt wurden. Am 17. Dezember 1944 sei er, erklärt Dietl, vom Quarantäneblock zum Lebensmittel-Warenhaus versetzt worden. Des weiteren erklärt er kurz die Teile des Quarantäneblocks.
Persons keywordRichard Dietl, Peter Bärens
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