U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Eidesstattliche Erklärung Ernst Martin f. Ernst Kirschbichler, S. 10970-10971
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-22, Eidesstattliche Erklärung Ernst Martin f. Ernst Kirschbichler, S. 10970-10971
ReferenceDMP.000-50-5-22.10970
Content descriptionSeite: 10970-10971, Eidesstattliche Erklärung (Abschrift) des Ernst Martin vom 5. Februar 1948 bestreffend Ernst Kirschbichler. Er habe diesen kennengelernt, so Martin, als dieser im März 1942 im SS-Truppenrevier als Kranker lag. da er selbst als Häftlingsschreiber beim SS-Standortarzt Mauthausen im Truppenrevier eingeteilt war. Kirschbichler, so Martin, sei auf Befehl des damaligen Kommandanten wegen Nervenzerrüttung in das Revier aufgenommen worden und kam ebenfalls auf dessen Befehl in die SS-Nervenheilanstalt Giessen, wo er über ein Jahr geblieben sei. Damals hätte ihm Kirschbichler bereits das Angebot gemacht, jederzeit österreichischen Häftlingen in Mauthausen zu helfen, so Martin. 1943 habe Kirschbichler für den inhaftierten Karl Würfl fast wöchentlich zusätzliche Lebensmitteln eingeschmuggelt. Würfl könne dies nicht mehr selbst bestätigen, erklärt Martin, da er im Sommer 1945 in Linz verstorben wäre. Auch Jörg Unterreiner und Hans v. Becker habe Kirschbichler mit Lebensmittel unterstützt, außerdem habe dieser Briefe aus dem Lager für die Österreichische Widerstandsbewegung geschmuggelt. Martin weist zudem darauf hin, dass sich Captain Jack Taylor nach der Besetzung durch die amerikan. Truppen für die sofortige Freilassung Kirschbichlers eingesetzt habe.
Persons keywordErnst Kirschbichler, Ernst Martin, Karl Würfl, Jörg Unterreiner, Hans v. Becker, Jack Taylor
SubjectKrankheit, SS-Revier, Lagerarzt, Häftlingsaussage, Widerstand
LevelItem