U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-24, Trial Transkript, S. 11242.157-11242.169
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-24, Trial Transkript, S. 11242.157-11242.169
SignaturDMP.000-50-5-24.11242.157
InhaltsbeschreibungSeite: 11242.157-11242.169, Markus Greber, ehemaliger Häftling, sagt als Zeuge der Anklage u.a. folgendes aus: Er sei von Ende August 1944 bis zum 5. Mai 1945 in Linz III inhaftiert gewesen; dort sei er die ersten 14 Tage dem Strafkommando Koksofen, von Mitte September bis Oktober der SS-Kaserne und dann von Oktober bis ersten April zur B.W.I. zugeteilt gewesen, wo er Endfertigungsteile von Maschinen kontrollierte - Panzer und dann Kuggellager für andere Fahrzeuge. Lorenz sei, so antwortet Greber auf Nachfrage, mehrmals als Wache bei seinem Kommando gewesen. (Die Wachen der Tagesschicht hätten täglich gewechselt, während die der Nachtschicht für eine Woche gleich blieb; lediglich der Kommandoführer sei immer gleich gewesen, gibt Greber an.) In Februar 1945, während einer Nachtschicht im Kommando B.W.I., habe Lorenz einen älteren polnischen Häftling namens Israel Szpitzman im Rahmen eines Luftangriff-Alarms geschlagen; in der Folge sei der Häftling ins Krankenrevier gekommen und dort nach einiger Zeit verstorben, so Greber. Lorenz habe die Häftlinge auch auf dem Weg von und zur Arbeit oft geschlagen, gibt Greber an. Zu Josef Bartl erklärt er: Dieser sei gegen die jüdischen Häftlinge besonders brutal gewesen; einmal habe er im November/Dezember 1944 im B.W.I-Kommando einen Häftling geschlagen, sodass dieser Verletzungen davontrug. Ins Krankenrevier sei dieser Häftling aber nicht gegangen, da er wusste, dass Häftlinge dort eher sterben als genesen würden.
PersonenschlagwortJosef Bart, Ernst Lorenz, Markus Greber, Israel Szpitzman
SchlagwortArbeitseinsatz, SS-Kaserne, Misshandlung, Krankenrevier, Diensteinteilung
LevelEinzelstück