U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-24, Eidesstattliche Erklärung Karl Schachtner ad Ohnmacht, S. 11703-11704
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-24, Eidesstattliche Erklärung Karl Schachtner ad Ohnmacht, S. 11703-11704
ReferenceDMP.000-50-5-24.11703
Content descriptionSeite: 11703-11704, Eidesstattliche Erklärung (Abschrift) des Karl Schachtner vom 12. August 1949 in Bezug auf Eduard Ohnmacht. Schachtner gibt an, Häftling im KZ Mauthausen gewesen zu sein, im Februar 1944 in das Außenlager Linz I und nach dessen völliger Bombardierung im Juli 1944 in das Lager Linz III gekommen zu sein. Im Juni 1944 habe das Hermann-Göring-Werk Häftlinge vom KZ angefordert, darunter auch für die Abteilung Stahlbau; tagsüber seien dreihundert Häftlinge, in der Nachtschicht zweihundert Hftlinge beschäftigt worden, so Schachtner. Er habe zu dieser Zeit den Posten eines Lagerschreibers versehen und daher mit dem damaligen Werksmeister Ohnmacht täglich zu tun. Ohnmacht habe sich, so Schachtner, für die Häftlinge sehr eingesetzt und für sie Zubussen erwirkt habe. Das Stahlbau-Kommando sei das beste aller ca. 30 Arbeitskommandos im Werk gewesen. Insegsamt sei Ohnmacht bei den Häftlingen beliebt gewesen, habe sich jedoch ab und zu wegen seines Ehrgeizes verleiten, faulen Häftlingen eine Orfeige zu geben, erklärt Schachtner. Keiner dieser Häftlinge sei jedoch infolge dessen arbeitsunfähig gewesen oder in das Revier eingeliefert worden. Auch habe Ohnmacht nie Meldungen über Häftlinge gemacht.
Persons keywordKarl Schachtner, Eduard Ohnmacht
SubjectLagerschreiber, Arbeitseinsatz
LevelItem