U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-25, Trial Transkript, S. 31970-31980
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-25, Trial Transkript, S. 31970-31980
ReferenceDMP.000-50-5-25.31970
Content descriptionSeite: 31970-31980, Rudolf Kansmeyer ist Zeuge der Verteidigung, 36 Jahre alt und aus Bremen. Er war in Gusen I und II - 1943-1944 bzw. 1944-1945. Er kennt Navas, Domingo und Gonzaless. Navas war schwach und selbst Invalide, geschlagen hat er niemanden. Gonzaless war in Gusen II und schlug manchmal Häftlinge - er war gezwungen dazu, sagt Kansmeyer. Gonzaless war einer von zwei Oberkapos in St. Georgen, der andere hieß Brune Ott und war Pole und wurde nach der Befreiung gelyncht. Kansmeyer erklärt, dass sein Winkel gewechselt wurde, wie auch bei vielen anderen Häftlingen in GUsen II. Kansmeyer kam als Antifaschist nach dem Heimtückegesetz ins KZ. Kansmeyer erklärt, dass er in Dachau einsitzt, weil er Häftlinge geschlagen haben soll, was er nicht abstreitet. Die Häftlinge seien zum 80 Prozent selbst daran schuld gewesen, Häftlinge aus fünf oder sechs Nationen waren Lügner und Betrüger, sagt er. Die Kapos wurden meistens von den Häftlingen selbst gewählt. Nach der Befreiung wurden viele sadistsichen Kapos gelyncht, viermal war Kansmeyer dabei Zeuge. Es ist dann von einem polnischen Kapo namens Janeck die Rede, den auch Kansmeyer kannte, dieser war ein enger Freund von Ott, der geflohen sei.
SubjectLynchjustiz, Misshandlung, Kriegsende
LevelItem