U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37837-37850
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-29, Trial Transkript, S. 37837-37850
ReferenceDMP.000-50-5-29.37837
Content descriptionSeite: 37837-37850, Der Angeklagte Wilhelm Kaupp tritt in den Zeugenstand. Er kam von der Luftwaffe im September 1944 zur SS, er war in Gusen I untergebracht, seinen Dienst als Wachposten versah er aber in Gusen II. Er blieb bis 8.4.1945 in Gusen. Er streitet die Beschuldigungen gegen ihn ab, gibt aber zu, einmal einen Häftling erschossen zu haben und zwar Anfang Dezember 1944. Es geschah auf dem Weg von St. Georgen zu den Eisenbahnschienen. Er stand dort beim Tor und ein Häftling ging an ihm vorbei, er schrie ihm dreimal "halt" nach und erschoss ihn dann. Der Fall wurde von der politischen Abteilung untersucht und er wurde vom Gericht freigesprochen. Einige Tage später erhielt er Zigaretten. Er durfte keine Häftlinge durchsuchen, das taten dei Kapos oder die Arbeitseinsatzführer. Er streitet alle weiteren Vorwürfe ab, er sei nur ein kleiner WAchposten gewesen. Häftlinge habe er nie mißhandelt, denn er habe damals vermutet, dass auch sein Bruder irgendwo in KZ-Haft sei. Der Schuss auf den Häftling ging genau in den Kopf, sagt Kaupp. Er erinnert sich an mehrere schwere Mißhandlungen, die er gesehen hat - ausgeführt durch Kapos, Rapport- oder ARbeitsdienstführer.
Persons keywordWilhelm Kaupp
SubjectBelohnung, Unnatürliche Todesfälle, Politische Abteilung, Luftwaffe, Personendaten, Wachposten
LevelItem