U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Protokoll einer Befragung des Zeugen Kazimierz Miloszewski, S. 15047-15053
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-31, Protokoll einer Befragung des Zeugen Kazimierz Miloszewski, S. 15047-15053
ReferenceDMP.000-50-5-31.15047
Content descriptionSeite: 15047-15053, Miloszewski ist Arzt und war von 10. Juni 1942 bis zur Befreiung in Gusen, er kam von Auschwitz. Er kam mit einem Transport von 1000 Männern, dann mussten sie auf dem Appellplatz Aufstellung nehmen, dann wurden vier Gruppen gebildet zu je 250 Männern und sie kamen in Quarantäneblöcke 21 bis 24. Dort bekam er seine Nummer, es waren Nummern, die verstorbene Häftlinge schon getragen hatten. Am nächsten Morgen wurde ihre Kleidung desinfiziert und sie mussten nackt ganzen Tag stehen, dabei zogen sich viele arge Sonnenbrände zu, zwei starben sogar. Mehrere Tage mussten sie nackt auf dem Boden schlafen, dann im Bett ohne Decke, mehrfach wurden sie rasiert, obwohl ihre Haare bereits ganz kurz waren. Das alles wurde von Kruzki, dem "Tiger" angeordnet, dem Oberkapo des Steinbruchs Kastenhofen. Dort mussten sie dann auch arbeiten unter den ehemaligen Auschwitz-Kapos Kasimir Polkowski und Oswald Demerowski. Geschlagen wurden sie sowohl von diesen drei Kapos als auch von Hauptsturmführer Seidler. Kruzki erschlug Miloszewskis Freund Jan Muchlinski. Eines Tages im Juni kam eine Komission mit Dr. Krebsbach, Chmielewski und Wolfram, die eine Selektion unter den von Auschwitz gekommenen Häftlingen vornahmen, 30 Häftlinge wurden ertränkt, was von Dr. Josef Markowitsch und Oswald Burdak bestätigt werden könne. In Block 10 war Helmuth Becker, ehemals SS-Mann, der Blockälteste, er hat Miloszewski geschlagen und wurde im Frühjahr 1943 von Rapportführer Killermann getötet. Auch der Kapo Max Petrikowski hat im Steinbruch Gusen mehrere Häftlinge ermordet. Miloszewski selbst arbeitete in Block 27, im Revier. Dort hat Dr. Richter betrunken Bauch-OPs durchgeführt, was von Thaddäus Twardzik beobachtet wurde. Außerdem sah der auch, wie Richter Injektionen verabreichte. Eine Komission mit Kresbach, Vetter und Seidler kam im März 1943 und nahm einige Umgruppierungen vor. Im Block 21 wurde ein Raum geteilt und ab dann wurden von Scharführer Schmitz, einem Sanitäter laufend Häftlinge in Blockk 27 gebracht, wo sie Injektionen bekamen. Das könnte der Blockschreiber Franciszek Adamanis bezeugen.
Persons keywordDr. Krebsbach, Seidler, Carl Walter Chmielewski, Wolfram, Michael Killermann, Dr. Richter, Helmuth Vetter, Kazimierz Milowzewski, Kruzki, Kasimir Polkowski, Oswald Demerowski, Jan Muchlinski, Thaddäus Twardzik, Dr. Josef Markowitsch, Helmuth Becker, Oswald Burdak
SubjectQuarantäneblock, Misshandlung, Mord, Injektion
LevelItem