U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-33, Schreiben Dr. Rudolf Aschenauer für Emil Glöckner, S. 16096-16100
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-33, Schreiben Dr. Rudolf Aschenauer für Emil Glöckner, S. 16096-16100
ReferenceDMP.000-50-5-33.16096
Content descriptionSeite: 16096-16100, Der Anwalt Glöckners schreibt eine Petition zugunsten seines Klienten. Glöckner nahm für Österreich-Ungarn am 1. Weltkrieg teil, am 25. September 1941 wurde er zur Waffen-SS eingezogen und kam nach Mauthausen wo er bis 30. November 1941 von der alten österreichischen Militärausbildung auf die moderne deutsche Armeeausbildung umgeschult wurde. Außerdem war er dann selbst dort Ausbilder und wurde am 1. Dezember 1943 nach Ebensee versetzt, wo er die SS-Kantine übernahm. Wachmann war er in Ebensee nie, das bestätigen auch die Zeugen und SS-Unterscharführer Krämer. Der Anwalt kritisiert die Aussage des Zeugen Espina, der in zwei Sprachen gedolmetscht werden musste weil er weder deutsch noch seine Muttersprache spanisch gut beherrschte. Espina hatte ausgesagt, dass Glöckner zwei Spanier erschossen habe, das war Ende August oder anfang September. Generell sei Espinas Aussage eine einzige Lüge, was Aschenauer mit einer Skizze der Region um den Wiener Graben zu beweisen versucht, die beigefügt ist. Er sagt, die Spanier hätten im Lager speziellen Schutz gehabt und generell sei es nicht wahr, dass die Wachen über Leben und Tod der Häftlinge hätten entscheiden können. Aschenauer geht dann auf den Zeugen Vojacek los und behauptet, in Ebensee seine nur junge Männer gewesen, die zur Arbeit benötigt wurden. Es gab kein Revier dort, kranke Häftling seien nach Mauthausen geschickt worden. Vojacek hatte Glöckner gebeten, ihn vom SS-Friseurkommando abzuziehen, was dieser verweigerte, deshalb wolle sich Vojacek rächen. Im Gegensatz zu hätten die Zeuchen Melching, Kurth, Reinlein, Emeluth und Kurbal positiv über Glöckner ausgesagt. Er legt weitere positive Aussagen bei. Glöckner sei Sudentedeutscher und habe alles verloren, eine Tochter sei verunglückt und ein Sohn behindert. Deshalb bittet der Anwalt um Freilassung.
NotesTranskript fehlt 000-50-5-33
SubjectAusbildung, Kantine, Mord, Falschaussage
LevelItem