U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-33, Brief Emil Glöckner (handschriftlich, schwer lesbar), S. 16130-16133
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-33, Brief Emil Glöckner (handschriftlich, schwer lesbar), S. 16130-16133
ReferenceDMP.000-50-5-33.16130
Content descriptionSeite: 16130-16133, Glöckner bezieht sich im ersten Teil des Briefes auf die Aussagen des Zeugen Gneta. Dieser war während der ersten Gegenüberstellung in Dachau sehr freundlich zu ihm und sagte dann im Prozess gegen ihn falsch aus. Die ihm vorgeworfenen Taten konnte er nicht begangen haben, denn er war damals Gruppenausbildner bei der Ausbildungskompanie auch sonst findet er mehrere Argumente, die Gnetas Aussage widersprechen. Glöckner bestreitet auch die Aussgen des Zeugen Vojacek. Er sei niemals in Mauthausen Kommandoführer gewesen, wie behauptet, sondern Truppenausbilder, in Ebensee war er nie Kommandoführer auf einer Baustelle, sondern von Beginn an für einige Tage für die Schreibarbeiten der Kompaniebekleidung zuständig, da der zuständige Spieß bzw. Stabsscharführer abwesend war. Die Zeugen Reinlein und Binsenbach hätten die Vermutung geäußert, dass Vojacek nur schlecht gegen Glöckner ausgesagt hat, weil der ihn nicht wie gewünscht von seinem Posten als Friseur versetzt hat. Glöckner sagt, er sei wegen seines Streits mit seinem örtlichen Bürgermeister und NSDAP-Ortsgruppenleiter von der Partie geklagt worden und später deshalb zur SS eingezogen worden. In Mauthausen hat er versucht, durch Krankmeldungen Dienste im KZ zu umgehen und wurde Gruppenausbilder und dann in Ebensee Kantineur. Dort habe er immer wieder Häftlingen geholfen und sie auch informiert, politisch und auch über den Plan, alle Häftlinge kurz vor Kriegsende zu töten.
NotesTranskript fehlt 000-50-5-33
Persons keywordEmil Glöckner
SubjectAusbildung, Kantine, Falschaussage
LevelItem