U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-39, Trial Transkript, S. 17250-47256
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-39, Trial Transkript, S. 17250-47256
ReferenceDMP.000-50-5-39.17250
Content descriptionSeite: 17250-47256, Alois Traunsberger, Zeuge der Anklage, gibt u.a. an: Er habe den Angeklagten Schiller zum ersten Mal im Herbst 1943 im Außenlager Schwechat gesehen, wohin er von KLM überstellt wurde, da es dort eine Waffenfabrik gab und er Werkzeugmacher von Beruf war. Schiller, so Traunsberger, sei dort Unterscharführer und Rapportführer gewesen. Schiller habe, so gibt Traunsberger an, u.a. gelegentlich Zigaretten an Häftlinge ausgeteilt. Die Häftlinge hierfür seien von den zivilen Vorarbeitern in Verbindung mit ihren Arbeitsleistungen auf eine Liste geschrieben worden. In einem Fall habe Schiller dabei gesehen, dass ein russicher Häftling einen Aluminiumring am Finger getragen habe. Nachdem er diesen nicht abziehen konnte, habe er diesem Häftling den Finger gebrochen. In einem anderen Fall habe Blockältester Koestle über einen Häftling Meldung erstattet, der ein Stück Leintuch als Schuheinlage benutzt habe. Schiller habe diesen Häftling darauf, so Traunsberger, mit 150 Schlägen bestraft, sodass der betroffene Häftling vier Wochen im Revier verbrachte und danach noch immer nicht sitzen konnte. WEITERS: Antrag der Anklage auf Aufnahme und Verlesung einer Erklärung des Angeklagten Schiller.
Persons keywordJohann Schiller, Alois Traunsberger
SubjectPrivilegien, Zivilangestellte, Misshandlung
LevelItem