U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-41, Schreiben von Karl Kaufmann an General Clay für Hermann Sturm, S. 17543-17546
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-41, Schreiben von Karl Kaufmann an General Clay für Hermann Sturm, S. 17543-17546
ReferenceDMP.000-50-5-41.17543
Content descriptionSeite: 17543-17546, Kaufmann bittet in einem Brief an den Oberkommandierenden der US-Armee in Deutschland, Lucius Clay und bittet um Gnade für Hermann Sturm. Kaufmann betont, dass er tief religiös sei. In Linz III habe ihm Sturm sofort erlaubt, eine Revierbaracke errichten zu lassen, denn es gab zu wenig Platz für die zunächst rund 200 Kranken. Sturm verschaffte ihm auch reine Wäsche und Medikamente. Er ließ für die kranken Häftlinge Tee kochen und brachte Zucker ins Revier. Es gab stets einen großen Kampf zwischen dem Lagerführer und Sturm. Dem Lagerführer waren die Häftlinge egal, der schickte sie einfach in die Gaskammer nach Mauthausen. Als kurz vor der Befreiung alle Häftlinge umgebracht werden sollten, war es Sturm, der diesen Plan vereitelte. Im Revier lagen damals 2463 Kranke. Der Lagerführer beorderte am 5. Mai 14 Mann Ukrainische SS ins Revier und ließ einige Tonnen Petroleum und Benzin hinaustransportieren. Das Revier hätte angezündet werden sollen. Sturm verhinderte das und gab nach der Befreiung auch Waren aus dem SS-Magazin aus, etwa Wein.
Persons keyword Hermann Sturm, Karl Kaufmann, Clay
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