U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Trial Transkript, S. 18055-18064
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Trial Transkript, S. 18055-18064
SignaturDMP.000-50-5-44.18055
InhaltsbeschreibungSeite: 18055-18064, Der Zeuge der Anklage Biancheri stammt aus Bordighera in Italien, er war in Mauthausen, Wr. Neustadt und Steyr inhaftiert. In Wr. Neustadt war er von 5. Juli 1944 bis zur Evakuierung im März 1945. Tremmel kennt er von dort als Rapportführer, beim Evakuierungsmarsch war er der Anführer des Marsches. Biancheri hat Tremmel selbst dabei gesehen, wie er einen Italiener und drei Polen erschossen hat. Der Italiener war aus Bergamo und erst 20 bis 22 Jahre alt. Antonio ist der Cousin von Aldo, der ebenfalls in diesem Fall ausgesagt hat. Der Italiener war bewusstlos geworden und hingefallen und da erschoss ihn Tremmel mit einem Revolver in den Kopf. Auch die drei Polen erschoss er mit dem Revolver, die Leichen wurden gleich begraben. Täglich musste rund 25 bis 30 Kilometer marschiert werden. Er schätzt, dass rund 40 Häftlinge ermordet wurden während des Marsches. Es gab rund 50 Wachmänner, Biancheri glaubt, die waren alle von der Marine. Wr. Neustadt ist rund 270 Kilometer von Steyr entfernt. Die Ermordung des Italieners erfolgte am dritten oder vierten Tag des Marsches, sagt Biancheri. Bei der Erschießung der Polen stoppte die Kolonne für einige Minuten, höchstens zehn. Auch ein dritter Pole wurde noch erschossen. Tremmel hat die Morde nicht versteckt begangen.
PersonenschlagwortPaul Tremmel, Antonio Biancheri
SchlagwortEvakuierungsmärsche, Exekution, Marinesoldaten
LevelEinzelstück