U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Trial Transkript, S. 18064-18073
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-44, Trial Transkript, S. 18064-18073
SignaturDMP.000-50-5-44.18064
InhaltsbeschreibungSeite: 18064-18073, Der Zeuge der Anklage Gazzano stammt wie die Biancheris aus Bordighera und war Partisane. Er war in den KZs Mauthausen, Wr. Neustadt und Steyr. Am 5. Juli 1944 kam er nach Wr. Neustadt und blieb bis zur Evakuierung im März 1945. Ab Ende September sah Gazzano Tremmel regelmäßig in Wr. Neustadt, er war Rapportführer dort. Beim Evakuierungsmarsch war auch Tremmel dabei und kommandierte die Kolonne. Tremmel erschoss einen Italiener und zwei Polen mit einem Revolver in den Kopf. Sie alle wurden vergraben. Ein älterer Italiener konnte nicht mehr marschieren und Gazzano musste ihn zurücklassen, von anderen Kameraden hörte er später, dieser Italiener sei begraben worden obwohl er noch nicht tot war. Einmal wurde auch Gazzano selbst von Tremmel geschlagen, im Oktober 1944 in Wr. Neustadt. Auf dem Marsch waren rund 500 bis 600 Häftlinge und Tremmel als einziger SS-Mann. Die 50 bis 60 Wachen waren allesamt Marinesoldaten, sagt Gazzano. Den zuständigen Hauptsturmführer sah Gazzano nur etwa zweimal während des rund 10-tägigen Marsches. Die Kolonne bestand aus drei Sektionen, es gab nur wenige deutsche Häftlinge, vielleicht drei oder vier. Bevor jemand erschossen wurde, hielt dieKolonne an. Die Leichen wurden gleich vor Ort begraben.
PersonenschlagwortPaul Tremmel, Edmondo Gazzano
SchlagwortEvakuierungsmärsche, Exekution, Marinesoldaten
LevelEinzelstück