U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-46, Trial Transkript, S. 48095-48025
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-46, Trial Transkript, S. 48095-48025
ReferenceDMP.000-50-5-46.48095
Content descriptionSeite: 48095-48025, Wilhelm Kohane, Zeuge der Anklage, gibt u.a. an: Er sei gegen September/Oktober 1944 nach St. Valentin gekommen und dort bis April 1945 geblieben, bevor er nach Ebensee evaluiert wurde. Von Posern, so Kohane, sei damals zuerst im Lagerraum eingesetzt und dann Lagerschreiber gewesen. (In diesem Zusammenhang beschreibt Kohane kurz die Aufgaben des Lagerschreibers.) Er selbst habe, so Kohane, als Häftling zuerst an einer Drechselmaschine gearbeitet und nach etwa sechs bis acht Wochen später im Büro der Halle 6; in der Fabrik. Untergebracht sei er zunächst in Block 3 gewesen; nachdem ein eigene Block für jüdische Häftlinge eingerichtet wurde, sei er dort - in Block 4 - gewesen. Kohane berichtet von einem Vorfall Anfang Februar 1945: Von Posern habe einen Häftling namens Piller beim Ausrücken zur Arbeit schwer geschlagen - offenbar, weil dieser Tage zuvor etwas augeplaudert habe. Am selben Tag sei Piller erneut von Von Posern geschlagen worden, am Folgetag wiederum und schließlich sei dieser Häftling gestorben. Er habe gehört, so Kohone, dass Von Posern ihn totgeschlagen habe. Er selbst sei nie von dem Angeklagten geschlagen worden, erklärt Kohone, aber andere Häftlinge habe dieser sehr oft misshandelt - v.a. durch Tritte in die Genitalien und Schläge ins Gesicht. Im Rahmen des Kreuzverhörs gibt Kohone u.a. an, dass vor der Evakuierung nach Ebensee die kranken und schwachen Häftlinge ins KLM gebracht wurden. Auch habe er gehört, dass in Ebensee nach der Befreiung einige Funktionshäftlinge von anderen Häftlingen umgebracht wurden.
Persons keywordWilhelm Kohane, Hans von Posern, Piller
SubjectMisshandlung, Lagerschreiber, Mord, Kriegsende, Lynchmord
LevelItem