U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-47, Trial Transkript, S. 18142-18147
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-47, Trial Transkript, S. 18142-18147
ReferenceDMP.000-50-5-47.18142
Content descriptionSeite: 18142-18147, Kovalsky war Häftling in Gusen I seit 28. Mai 1940 und blieb es bis Herbst 1944, dann kam er nach Gusen II. Das Lager Gusen wurde im Mai 1940 erst erbaut und er Kovalsky arbeitete beim Lageraufbau nahe des Appellplatzes. Während der Arbeit wurden die Häftlinge immer wieder von den SS-Männern geschlagen. Besonders von Dopierala. Der Pole Nowak floh aus dem Lager durch einen Kanal. Danach mussten sich die Häftlinge drei Tage lang auf dem Appellplatz austellen. In der ersten Nacht kamen Chmielewski, andere SS-Männer und auch Dopierala, alle waren sie betrunken. Chmielewski gab den Befehl, dass alle Priester vortreten sollen. Die wurden dann geschlagen und es starben in dieser Nacht ungefähr 68 bis 78 von ihnen. Insgesamt starben in der ersten Nacht rund 130 Häftlinge. Dopierala suchte sich einige Häftlinge aus den Blöcken fünf und sieben aus, es waren Polen und schlug sie und trat sie. Auch Kovalsky bekam einige Schläge von Dopieralas Ochsenziemer ab und hat jetzt noch eine Narbe. Die ermordeten Häftlinge gehörten alle zur polnischen Intelligenz, es waren Priester, Ärzte und Offiziere. Die Mißhandlung der Priester fand in der Nacht statt, der Platz war gut beleuchtet. Unter den Opfern war ein Immobilienbesitzer namens Lytomivski. Alle Leichen wurden nach Mauthausen gebracht, weil in Gusen das Krematorium noch in Planung war.
Persons keywordWladislaus Dopierala, Carl Walter Chmielewski, Henryk Kovalsky, Lytomivski
SubjectAppellplatz, Massentötung, Trunkenheit, Krematorium
LevelItem