U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-48, Trial Transkript, S. 18202-18226
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-48, Trial Transkript, S. 18202-18226
ReferenceDMP.000-50-5-48.18202
Content descriptionSeite: 18202-18226, Waasner war ab 8. Jänner 1939 in Mauthausen inhaftiert, er blieb bis zur Befreiung dort. Bollhorst traf er erstmals anfangs 1943. Waasner arbeitete in der Zahnstation in Mauthausen, Bollhorst war damals Unterscharführer und hat Häftlinge mißhandelt. Einmal schlug er vier, ein anderes Mall sechs Häftlinge mit einem Knüppel, sodass sie später starben. Einmal hat er auch sechs Häftlinge erschossen. Die Zahnstation lag direkt an der Straße, die zum Steinbruch führte. Die erschossenen Häftlinge waren aus den Blöcken 21, 22 und 23. Bollhorst als Kommandoführer trug eine Pistole. (Hier wird der Prozess vertag, damit sich der Verteidiger mit den Angeklagten besprechen kann). Waasner erklärt zuerst sei das Lager gewesen, dann weiter entlang der Straße lag die Effektenkammer (Property office), dann die Baracken der Unteroffiziere, dann die Zahnstation und danach die Baracken, wo die Frisöre arbeiteten. Der Verteidiger fragt nach vielen Details zu den Beobachtungen von Waasner. Die Häftlinge, die Bollhorst schlug, mussten Steine vom Steinbruch holen, die wurden für die Errichtung der Blöcke 21 bis 23 verwendet. Wachen trugen Gewehre, Kommandanturangehörige, wie Kommandoführer trugen Pistolen. Waasner verneint, dass er ein Kapo war, er sei nur ein Vorarbeiter gewesen, Kapos hatten nur die größeren Arbeitskommandos. Waasner wird danach gefragt, warum er die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt hat. Waasner hat 1939 die deutsche Staatsbürgerschaft verloren und war staatenlos. Der Verteidiger bezieht sich dann auf den Prozess gegen Josef Kattner [000-50-5-21], damals habe Waasner ausgesagt, er habe einen grünen Winkel getragen, hier sagte er, er trug einen roten Winkel. Waasner sagt, sie hätten die Winkel öfters getauscht, weil die mit den grünen Winkel zuerst erschossen wurden. Im Kattner-Prozess hat Waasner offenbar ausgesagt, die ganze Zeit einen grünen Winkel getragen zu haben. Waasner gibt an, als Zahntechniker auch selbst Zähne gemacht zu haben. Das Metall dafür kam aus dem Büro D-3 in Berlin.
Persons keywordHeinz Bollhorst, Josef Kattner, Max Waasner
SubjectZahnabteilung, Infrastruktur, Mord, Bewaffnung
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