U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-49, Trial Transkript, S. 45263-45270
TitleU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-49, Trial Transkript, S. 45263-45270
ReferenceDMP.000-50-5-49.45263
Content descriptionSeite: 45263-45270, Der Zeuge der Anklage Czeslaus Larwa ist 34 Jahre alt, lebt in Linz und ist Verkäufer mit akad. Ausbildung. Er kennt Wolfram seit 1941 aus Gusen I. Er war dort von 24. Jänner bis 5. Mai 1945. In der Zeit nach dem 1. Jänner 1942 arbeitete Larwa beim Gleisbau zwischen St. Georgen und Gusen. Mit Wolfram hatte Larwa im September oder Oktober 1942 direkten Kontakt im Steinbruch Gusen I. Wolfram fungierte als ziviler Manager des Steinbruchs in Gusen. Er hatte die direkte Kontrolle und Oberaufsicht über die Häftlinge - er war der Terror der Häftlinge und Kapos. Wolfram gab den Kapos Befehle, doch er mißhandelte auch selbst. So etwa einen jugosl. Häftling, der schwach war. Er holte ihn in die Hütte nahe des Steinbruchs und der Oberkapo verabreichte ihm Stockschläge, da er dann noch lebte, trat ihm Wolfram mit dem Fuß auf den Hals. Larwa sah das ganz genau, denn auch er bekam vom Oberkapo fünf Schläge, weil er z ulangsam gearbeitet hatte. Larwa hat außerdem von Kameraden gehört, dass Wolfram einen Häftling in den Steinbruch gestoßen hat, das hat er aber nicht selbst gesehen. Während seiner zwei Monate im Steinbruch sah er Wolfram ein bis zweimal täglich auf Inspektion. Auch Larwa sah Wolfram 1944 mit einer SS-Uniform, er war Obersturmführer. Larwa weiß das sicher, da er selbst in der polnischen Armee gekämpft hat ab 1939. Larwa wurde 1947 von der österr. Kripo festgenommen wegen Verdachts auf Schwarzmarkthandel, auch seine Frau. Er hörte mehrfach, wie Wolfram den Kapos befahl, keine schwachen Häftlinge aus dem Lager in den Steinbruch zu bringen.
Persons keywordCseslaus Larwa, Paul Wolfram
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