U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-50, Trial Transkript, S. 46473-46476
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-50, Trial Transkript, S. 46473-46476
SignaturDMP.000-50-5-50.46473
InhaltsbeschreibungSeite: 46473-46476, Adolf Berg, einer der Angeklagten, tritt neuerlich in den Zeugenstand. Er wird zu einer Aussage gegen ihn befragt, dabei ging es um die Mißhandlung eines unbekannten Häftlings wegen Brennholzes. Er habe jederzeit leicht Holz bekommen können, hatte ja seinen kleinen Juden, der es ihm brachte, sagt Berg. Er brauchte dafür als niemanden zu ermorden. Berg erklärt außerdem den Vorgang des täglichen Zählappells. Berg erzählt noch eine Begebenheit aus St. Georgen, die sich bei einem Nebengleis nach ABwenden zutrug. Einige Häftlinge fanden dort sechs Säcke Zement und einer der Wachen von Bergs Truppe - er war deren Anführer - sagte, er wisse jemanden, der den Zement gut brauchen könnte. Berg untersagte das, denn das hätte eine Strafe zur Folge gehabt, meint er. Doch dann lieferten sie den Zement doch eine örtlichen Bauern, der den WAchen und Häftlingen dafür Nahrungsmittel und Most. Dann fuhren sie zurück und einer der anderen SS-Männer fragte, woher die Häftlinge das viele Essen hätten. Da log Berg und sagte, eine Frau hätte es ihnen gegeben. Danach fürchtete er sich tagelang davor, dass die Wahrheit herauskäme, denn dann wäre er erschossen worden. Er habe immer nach den Grundsätzen der Bibel gehandelt, sagt Berg.
PersonenschlagwortAdolf Berg
SchlagwortZählappell, Schwarzmarkt
LevelEinzelstück