"Rückkehr nicht erwünscht". Die Verfolgung der Zigeuner im Dritten Reich
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Die Ermordung von sechs Millionen Juden im Dritten Reich lässt leicht vergessen, dass die Nationalsozialisten auch eine andere Bevölkerungsgruppe im Visier hatten: die so genannten "Zigeuner". Deren Behandlung im NS-Staat blieb lange in Forschung und Öffentlichkeit unbeachtet, Guenter Lewys "Rückkehr nicht erwünscht" hat deshalb -- rund ein halbes Jahrhundert nach den Ereignissen! -- durchaus den Status eines thematischen Erstlings, zumindest hinsichtlich seiner hohen Qualität.
Klar entlang der Zeitachse strukturiert beschreibt Lewys Band die Entwicklung der "Zigeunerpolitik" im Dritten Reich, der US-Politikwissenschaftler benutzt dabei den Begriff "Zigeuner" statt "Sinti" und "Roma" bewusst und begründet. Frühe Schikanen, die Erfassung der Zigeuner als potenzielle Verbrecher sowie die anschließende "erstmalige Anwendung explizit rassischer Kriterien" in Himmlers Erlass zur "Bekämpfung der Zigeunerplage" führten zu Deportation und Ermordung.
Accession numberI.D.2246
Title"Rückkehr nicht erwünscht". Die Verfolgung der Zigeuner im Dritten Reich
Author
Edition1
Place of publicationHamburg
PublisherPropyläen Verlag
Year of publication2001
Pagination471