Durch Erinnern niemals vergessen. Die Erinnerungskultur in Österreich am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Mauthausen unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung dieses Ortes für den Geschichtsunterricht.
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Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in der österreichischen Erinnerungskultur sowie ihre Bedeutung für den Geschichtsunterricht und die historisch-politische Bildung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich das öffentliche Gedenken an den Nationalsozialismus in Österreich – insbesondere seit der Waldheim-Affäre – verändert hat und welche Rolle die KZ-Gedenkstätte Mauthausen in der Erinnerungskultur sowie der historischen Bildungsarbeit einnimmt. Über Jahrzehnte dominierte in Österreich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die sogenannte Opferthese den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Erst ab den 1990er Jahren, nach vorausgehenden politischen Skandalen und internationaler Einflüsse wie der »Amerikanisierung des Holocausts«, erfolgte ein nachhaltiger Wandel im öffentlichen Diskurs, der auch die Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte Mauthausen maßgeblich beeinflusste. Die Arbeit zeichnet die Entwicklung der KZ-Gedenkstätte von ihrer Errichtung bis in die Gegenwart nach und analysiert, wie sich die Gedenkstätte schrittweise zu einem Ort des Lernens entwickelte. Anhand der Auswertung der Besuchszahlen über einen Zeitraum von 25 Jahren wird die zunehmende Bedeutung Mauthausens nicht nur für die Erinnerungskultur, sondern auch für die historisch-politische Bildung aufgezeigt. Inwiefern der Ort Mauthausen in letzterer eine gewichtige Rolle einnimmt, wird anhand seines Stellenwerts in den österreichischen Geschichte-Lehrplänen der Sekundarstufen I und II sowie durch die Analyse der vier meistverwendeten Geschichtslehrbücher untersucht. Abschließend enthält die Arbeit einen praxisorientierten Leitfaden für Lehrkräfte zur Vor- und Nachbereitung eines Gedenkstättenbesuchs, welcher auf aktuellen geschichtsdidaktischen Erkenntnissen sowie auf den pädagogischen Angeboten der KZ-Gedenkstätte Mauthausen basiert.
Accession number7.3.3.0173
TitleDurch Erinnern niemals vergessen.
Die Erinnerungskultur in Österreich am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Mauthausen unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung dieses Ortes für den Geschichtsunterricht.
Place of publicationGraz
PublisherMasterarbeit
Year of publication2024
Pagination136
External document
SubjectErinnerungskultur, Österreich, Opferthese, Neukonzeption, Geschichtsbücher, Pädagogische Angebote
Geographical keywordKZ-Gedenkstätte Mauthausen