U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-17, Brief Karl Payrleithner an Eduard Erb, S. 19794-19795
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-17, Brief Karl Payrleithner an Eduard Erb, S. 19794-19795
SignaturDMP.000-Mauthausen-1.19794
InhaltsbeschreibungSeite: 19794-19795, Brief (Abschrift) des Karl Payrleithner an Eduard Erb vom 4. Dezember 1947. Er meint, dass Urteil sei ihhm und vielen anderen total unverständlich und er könne die Herren Friedrich Mueller, Josef Wilschnig und Geslav (Leslav?) Panke bitten, eidesstattliche Aussagen für Erb zu verfassen. Payrleithern erklärt, wie sehr er im Rahmen seiner Dachau-Reisen auf falsche Belastungszeugen aufmerksam wurde und, dass er andere ehemalige Häftlinge getroffen habe, die für ihn - Erb - aussagen würden. Als persönliche Milderungsgründe führt der Verfasser des Schreibens an: Erb habe in St. Valentin Häftlinge mit Angehörigen zusammengeführt, er habe Häftlingen zur Flucht verholfen, zusätzliche Essenrationen in der Lagerküche und die Errichtung einer Zahnstation erreicht. Zudem habe Erb darauf gedrungen, so Payrleithner, dass ein Splittergraben gebaut wurde, wodurch infolge einnes schweren Angriffes am 23. März 1945 nur 12 Tote zu beklagen waren. Payrleithner drückt immer wieder aus, wie anständig Erb doch gewesen sei und schließt mit der Bitte, ihm mittzuteilen, was sein Anwalt tun wird und verweist darauf, neben den angeführten Personen im Schreiben auch Ernestine Payrleithner nach Dachau vorladen zu lassen.
Personenschlagwort Eduard Erb, Karl Payrleithner, Friedrich Mueller, Josef Wilschnig, Panke
SchlagwortHäftlingsaussage, Luftangriff
LevelEinzelstück