U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-14, Eidesstattliche Erklärung Martin Fuhr f. Eduard Cuerten, S. 18759-18760
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-Mauthausen-14, Eidesstattliche Erklärung Martin Fuhr f. Eduard Cuerten, S. 18759-18760
SignaturDMP.000-Mauthausen-6.18759
InhaltsbeschreibungSeite: 18759-18760, Martin Fuhr gibt in seiner eidesstattlichen Erklärung vom 29. März 1947, offenbar nachdem er durch die Kriminalpolizei in seiner Wohnung aufgesucht worden ist, u.a. an: Er sei etwa im Mai 1944 im KLM gekommen und kurz danach mit etwa 600 anderen Häftlingen nach Wien-Schwechat zu den Heinkel-Werken überstellt worden. Dort habe er den Sanitäter Cuerten kennengelernt, der als Gehilfe des Lagerarztes eingesetzt war. Cuerten habe, so Fuhr, für ihn Post abgeschickt, er habe anderen Häftlingen Medikamente besorgt und ihm geholfen, nachdem er strafweise in eine Kiste gesperrt wurde, in dem er ihm zu Essen gab und ihm vor dem Lagerführer (der Fuhr zufolge beim zweiten Bombenangriff umkam) versteckte. Cuerten habe ihn - Fuhr - weiters in sein Kommando im Revier genommen und ihn versorgt, nachdem er bei einem Bombenangriff verletzt wurde. Schließlich habe Cuerten angeordnet, so erklärt Fuhr, dass er ins KLM rücküberstellt werde und angeweisen, dass er dort nur zu leichten Arbeiten herangezogen werden solle. Sein ehemaliger Mithäfling Julius Rosengarten, meint Fuhr schließlich, könne seine Angaben bestätigen.
Personenschlagwort Eduard Cürten, Martin Fuhr, Julius Rosengarten
SchlagwortSanitäter, Luftangriff, Häftlingsaussage
LevelEinzelstück