U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-3, Trial Transkript, S. 5476-5480
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-3, Trial Transkript, S. 5476-5480
SignaturDMP.000-50-5-3.5476
InhaltsbeschreibungSeite: 5476-5480, Lederstätter ist Deutscher und war in Mauthausen und Gusen I inhaftiert. In Gusen war er von 1940 bis 1945. Er kennt alle sechs Angeklagten namentlich. Lederstätter arbeitete zuerst im Verwaltungsgebäude in St. Georgen und später in der Tischlerei in Gusen. Heisig war stv. Kommandoführer, gegen ihn weiß Lederstätter nichts zu sagen. Schüttauf stand immer beim Jourhaus, wenn die Häftlinge zur Arbeit vorbeimarschierten und wieß ihnen Wachmänner zu. Lederstätter bekam einmal drei Bilder per Post und musste sie zurückgeben, weil man sie nicht haben durfte, bestraft wurde er dafür nicht von Grill. Jungjohann trug einen Stock und schlug Häftlinge dann und wann, sagt Lederstätter. Am. 25. Juli 1944 flogen die Amerikaner ein Bombardement auf die Göring-Werke, sieben Flieger wurden abgeschossen. Ein Amerikaner wurde von Lagerführer Seidler befragt, er hatte eine Bauchwunde vom Absturz. Mit dabei war auch Dr. Vetter. Der Amerikaner starb an seinen Wunden. Insgesamt gab es schlimmere Biester als die sechs Angeklagten in diesem Prozess, sagt Lederstätter.
Personenschlagwort Wilhelm Karl (Willi) Grill, Jungjohann, Oskar Tandler, Hartung, Heisig, Erich Schüttauf, Helmuth Vetter, Anton Lederstätter
SchlagwortLagerverwaltung, Misshandlung, Fliegerabschuss, Bombardements
LevelEinzelstück