U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 6750-6760
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-6, Trial Transkript, S. 6750-6760
SignaturDMP.000-50-5-6.6750
InhaltsbeschreibungSeite: 6750-6760, Wilhelm Havlicek ist der 1. Zeuge der Anklage, er war von Februar 1944 bis Mai 1945 in Ebensee. Er kennt Emil Euler aus Gusen, wo dieser als Obersturmführer die Wachkompanien kontrollierte. Havlicek war in den Steinbrüchen, später mit SS-Führer Schinlauer bei der Tankstelle. Im Zeitraum um den 8. bis 15. November kam Euler über eine Brücke zur Tankstelle, es schneite. Havlicek pumpte gerade Benzin in Fässer für die Firma Holzmann und zwei ungarische Juden trugen einen schweren Schlauch und einer rutschte gleich bei der Tankstelle aus, weil es so eisig war. Euler hatte einen Dobermann bei sich, schrie die Häftlinge zunächst an, dann trat er sie und schlug sie mit einem Schaufestiel und der Hund biss sie. Da kam Havlicek und wollte helfen, also schlug Euler auch ihn und der Hund biss ihn. Danach wurden die zwei Juden und auch er von Kommandoführer Lukan (jugoslawe) mit Schlägen bestraft. Euler wurde im Lager nur der "Umleger" genannt. Havlicek hörte einmal wie Euler seinen Wachmännern befahl, jeden Häftling zu töten, der sich dem Zaun auf weniger als drei Meter nähert. Havlicek kennt auch Max Kramer. Dieser habe ihn einem heftig geschlagen, weil er einen Laib Brot hatte und 17 Mark - von einem Zivilisten.
PersonenschlagwortEmil Euler, Max Kramer, Schinlauer, Wilhelm Havlicek
SchlagwortMisshandlung, Wachhund, Tankstelle
LevelEinzelstück