U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Trial Transkript, S. 49325-49339
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-8, Trial Transkript, S. 49325-49339
SignaturDMP.000-50-5-8.49325
InhaltsbeschreibungSeite: 49325-49339, Befragung des Zeugen der Verteidigung Helmut Siemokat, ehemalige KZ-Wache in Steyr ab Ende September 1944. Er gibt an, Heeß habe den Wachleuten das Mißhandeln der Häflinge verboten. Von dem Fall der drei erhängten Häftlinge wisse er, dies seien ein Schreiber, der Lagerälteste und ein Kapo gewesen, die bei einem Fluchtversuch gescheitert waren und Suizid begingen. Andernfalls wären sie nach Mauthausen gekommen. Die Häftlinge im Revier bekamen Butter, Eier und Milch. Er beschuldigt die Wachleute Jirek und Steinecke der Häftlingsmißhandlung, Freyholdt, Heeß, Fusten, Kühn hätten hingegen nie etwas getan und den Häftlinge sogar geholfen. So etwa Freyholdt, der sich bei der Essensausgabe für die schwächeren Häftlinge stark machte und die Häftlinge im Falle von Diebstählen gegen die Zivilarbeiter verteidigte. Er selbst sei von der Luftwaffe zur SS gekommen. Siemokat war mit Kühn in der gleichen Baracke, darin waren alle Männer, die von der Luftwaffe gekommen waren, untergebracht, insgesamt 28. Die Angeklagten hätten sich stets an die Genfer Konvention gehalten, das Lager in Steyr sei auch Sanatorium genannt worden.
PersonenschlagwortHelmut Siemokat, Freyholdt, Fusten, Auerswald, Kolbe, Schiller, Heess, Kühn, Jirek, Steinecke
SchlagwortLuftwaffe, Volksdeutsche, Suizid, Konflikt
LevelEinzelstück