U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-9, Trial Transkript, S. 7297-7302
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-9, Trial Transkript, S. 7297-7302
SignaturDMP.000-50-5-9.7297
InhaltsbeschreibungSeite: 7297-7302, Emil Müller ist selbst Häftling in Dachau und kennt Blockführer Frindt und Kommandoführer Lukan aus Ebensee. Dort wurde unterschieden zwischen SS-Männern, die aus Spaß schlugen und jenen, die es taten, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Müller erzählt von einem großen Lagerzugangstransport zu Weihnachten 1944, dafür waren zu wenig Betten vorhanden. Deshalb habe ihm der Lagerälteste Magnus [Keller] aufgetragen, zwei Ladungen Betten aus dem Steinbruch zu holen. Dabei wurde er von Lukan erwischt, doch der meldete ihn nicht und verhinderte damit, dass er wegen Sabotage gehängt wurde. Lukan habe auch einen jungen Polen nicht an die GESTAPO gemeldet, der eine Maschine sabotiert hatte, sondern schlug ihn selbst. Kurz bevor die Amerikaner kamen, habe Lagerführer Gans bei einer Besprechung in der Villa Fichtensee [gemeint ist wohl die Villa Fichteneck] geplant, alle Häftlinge zu töten. Das erfuhren sie aber, denn Lukan und der Ingenieur Röderer erzählten es ihnen. Deshalb weigerten sie sich, als Gans befahl, dass alle Häftlinge in den Tunnel 5 gehen sollten. Die Deutschen, Belgier, Franzosen bildeten eine Kette um die anderen Häftlinge und weigerten sich am 3. Mai 1945, dem Befehl Gans zu folgen. Müller war zuerst Gärtner, kam dann zur Kiesgrube, in den Steinbruch und zum Bunkerbau. Müller sagte in anderen Prozessen auch schon für Mathias Meyer.
AnmerkungenKeller war Funktionshäftling
PersonenschlagwortMathias Frindt, Josef Lukan, Gans, Emil Müller, Magnus Keller, Röderer
SchlagwortSabotage, Massentötung, Gestapo, Befehlsverweigerung
LevelEinzelstück