U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-9, Petition von Dr. Rudolf Aschenauer, 25.3.1953, S. 7393-7397
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-9, Petition von Dr. Rudolf Aschenauer, 25.3.1953, S. 7393-7397
SignaturDMP.000-50-5-9.7393
InhaltsbeschreibungSeite: 7393-7397, Aschenauer reicht bei Gericht Petitionen für mehrere seiner Klienten ein, darunter auch Josef Lukan, der 20 Jahre absitzen müsse, die aber bereits auf 15 Jahre reduziert wurden. Über ihn schreibt der Anwalt, dass er ein rassischer Deutscher sei, der in Triest geboren wurde und nur jugoslawisch und italienisch sprach. Er sei zur SS eingezogen worden und wegen seines fortgeschrittenen Alters in den Wachdienst gekommen. Dort haben schlimme Zustände geherrscht, in denen Lukan nicht anders handeln konnte - Diebstahl, Homosexualität, Bevorzugung unter den Kapos, etc. Dann folgen Anschuldigungen gegen die Belastungszeugen. Farkes sei geistig beschränkt, Hawliczek sei ein professioneller Krimineller, ebenso wie Schäder, Heile sei ein notorischer Homosexueller. Aschenauer beschreibt noch eine Situation in der Villa Fichteneck, dort habe Lagerkommandante Gans die Zerstörung des Lagers angekündigt, bevor es die Alliierten bekämen. Lukan und Ingenieur Rolderer verhinderten das und informierten die Häftlinge davon. Lukans Bruder Karl und dessen Tochter Maria seien 1944 von jugosl. Partisanen entführt und ermordet worden.
PersonenschlagwortSebastian Schmid, Wilhelm (Willi) Jungjohann, Willi Zwiener, Josef Lukan, Gans, Farkes, Hawliczek, Schäder, Heile, Müller, Dr. Rudolf Aschenauer, Karl Lukan
SchlagwortVolksdeutsche, Homosexualität, Partisanen, Kriegsende
LevelEinzelstück