U.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21242-21260
TitelU.S. Army Kriegsverbrecherprozesse zum KZ-Komplex Mauthausen/Gusen am Militärgericht Dachau: Case 000-50-5-10, Trial Transkript, S. 21242-21260
SignaturDMP.000-50-5-10.21242
InhaltsbeschreibungSeite: 21242-21260, Georg Bach, Angeklagter, gibt u.a. an: Er sei in Gusen am 10. Jänner 1940 angekommen und dort - mit kurzen Unterbrechungen - bis März 1944 geblieben. Anfangs sei er als Schreiber des Untersturmführers Porezag (?) eingesetzt gewesen. Als dieser im Juni 1940 an die Front versetzt wurde, sei er als Schreiber in der Verteilungs-Verwaltung ("billeting administration") verwendet worden. Als er dort angekommen sei, erklärt Bach, seien dort Schöpperle, ein Unteroffizier Strobel, und zwei SS-Männer, Singer und Schoebel, gewesen und mit denen habe er zusammenarbeiten sollen. Unterstellt sei dieses Büro der Verteilungs-Verwaltung ("billeting administration") in Mauthausen unterstanden und dieses wiederum dem Wirtschaftsbüro in Berlin. Bach erklärt auch auf Befragung, dass die Seife zu eben dieser Verteilungs-Verwaltung von Mauthausen aus zugesendet wurde und dann dem Schutzhaftlager zugeteilt wurde. Er erklärt weiters, dass er auch Kommandoführer im Vorratsraum war und dort Nachschub vom Bahnhof in St. Georgen Mauthausen geholt wurden - dafür habe er Häftlingskommandos gehabt. Bach äußert sich auch zum line up in Dachau und sich dort Häftlinge für ihn ausgesprochen hätten. Nie habe er Häftlinge geschlagen, nie habe er etwas über Vergasungen im Stollen gehört, sondern lediglich von Entlausungen v. Baracken. Im Rahmen des Kreuzverhörs gibt Bach u.a. an: Er sei 1943 Unterscharführer geworden, einmal habe er gesehen; dass Chmielewski einen Häftling geschlagen habe; sein direkter Vorgesetzter sei Unterscharführer Stroebel gewesen und dessen Vorgesetzter Hauptsturmführer Strauss; normalerweise habe er im Büro gearbeitet - zweitweise sei er einem Kommando zum Beladen oder Entladen zugeteilt worden, er habe auch Sachen getragen oder Autos gefahren, eine Zeitlang habe er auch Schreibarbeiten durchgeführt. Er sei weiters für die Truppenbaracken verantwortlich gewesen;sämtliche Belastungsaussagen werden negiert. Einmal habe er gesehen, erklärt Bach, wie ein Häftling von Oberscharführer Schmidt und Hauptsturmführer Seidler geschlagen wurde.
Personenschlagwort Georg Karl Ferdinand Bach, Porezag, Schoepperle, Strobel, Singer, Schoebel, Strauss, Schmidt, Carl Walter Chmielewski
LevelEinzelstück